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Das BUCHELI-Projekt - SR 500 FAQ

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    Ergänzung zu 3. Schmierung/ Kraftstoffversorgung
Vergaser - Fehlersuche und Behebung


Worum geht´s ?

 


Häufiger aufgetretene Vergaserprobleme finden und beheben.


Was im Bucheli steht

 

 


Je nach Ausgabe mehr oder weniger genau die Zerlegung und der Zusammenbau unterschiedlicher Vergasermodelle.

Und hier?

 

 

 


 

 


Membranitis

 


Der alte Mikuni VM 34 SS besitzt 3 Membranen die mit der Zeit rissig/porös/steif werden können.

Der neuere Gleichdruckvergaser hat immerhin noch EINE Membran - und deren Abdeckung (Plastikkappe. grau) kann auch rissig sein.

Ausbauen und zur Analyse gegen eine helle Lampe halten.

Alles noch als Ersatzteil zu kriegen, entweder bei Kedo oder Topham.

Alternative: Membranen - die hier nur Zusatzfunktionen haben - stillegen. Wurde schon gemacht, unter anderem von den Herren Riege und Displex.
[Umbau] - hier ist auch die Funktion der Membranen beschrieben.

Die Preise legen fast nahe, auf einen anderen Vergaser umzusteigen, siehe die Seite über Vergaseralternativen.

Auch gerne genommen ist die Membran im Benzinhahn, übrigens. Siehe die Seite über den Benzinhahn.

 

 


 

 


Wasser in Tank/Vergaser

 


Im Benzin können Spuren von Wasser sein - und in der Luft, die den Rest des Tanks füllt, ist immer welches. Zumindest letzteres kondensiert bei Abkühlung (Herbst ...) und kann zu Ärger führen. Sammelt sich nämlich erst genug Wasser in der Schwimmerkapper, so bildet es einen fetten Tropfen im Benzin, der sich gerne vor die Düsen legt und fallweise für Start- oder Fahrprobleme sorgt.

Abhülfe schafft ein altes Hausmittelchen: Spiritus (reiner Alkohol geht auch).

Dazu fpg:
moin,
...der tm36 neigt zur wasseransammlung in der schwimmerkammer...
gegenmassnahme: der tipp mit dem schluck spiritus im sprit wirkt absolut perfekt (meine 4k0 hat modelltypisch immer etwas wasser im hinteren tankende, nach der ersten bremsung ist es dann z.t. in den vergasern wiederzufinden, da is dann schluss mit lustig.... 200ml alkohol auf 16l pengzeng lösten dann das problem auf anhieb !)
...also giess mal 100ml brennspiritus in den tank und/oder lass mal den vergaser leerlaufen...
auf touren mit unsicherem wetter hab ich jetzt immer eine flasche schnaps für mein moped am mann !
der fpg (prost)

Siehe auch Wasser im Tank

 

 


 

 


Ausbau/Einbau

 

 


Manchmal klemmt es. Daher hier ein paar Tips zum Ausbau:

Pointer:
nur Mut: 10 Minuten und du hast den versagenden Vergaser in der
Hand, wenn du ihn nicht samt Stutzen, sondern am Stutzen abschraubst,
die Schelle zum LuFi löst und den Vergaser mit etwas drehen (so ca. 30
Grad nach rechts) in Richtung Luftfilter schiebst und rausziehst.
Gaszüge sollten natürlich vorher abgemacht werden. Der Rest kann in
Küche und Keller erledigt werden.

Erleichternd wirkt auch das Lösen des Luftfilterkastens (von oben durch den Rahmen geschraubt).

Vorher Sprit ablassen (Messingschraube am tiefsten Punkt des Vergasers, dort sollte auch ein Schlauch wegführen, an dessen Ende man zuvor ein Auffanggefäß stellt).

Nachher Hände mit normalem Pflanzenöl einreiben (soll mir keiner erzählen dass er sich keine Benzinfingerchen geholt hat) und mit Papiertuch abwischen ...

Falls die Inbus-Schrauben am Ansaugstutzen sicht aufgehen und man den Sechskant rundgedreht hat: Schraubenkopf außen mit Grippzange oder Wasserpumpenzange packen und aufdrehen. Detto Schwimmerkammerschrauben. Ansonsten allgemeine Tipps bei solchen Problemen hier entnehmen.

Beide Problemfälle lassen sich mit neuen Inbusschrauben dauerhaft lösen (Yamaha verbaut hier extra weiche Qualität …).

 

 


 

 

Zerlegung/Zusammenbau

 

Bewährt hat sich eine benzinfeste Unterlage (und wenns ein alter Teller ist), und drauf ein sauberes Tuch (zur Not Küchenrolle). Wer sich nicht sicher ist ob alles wieder zusammengeht sollte hin und wieder Fotos machen (Digitalkamera), und die Einzelteile schön der Reihe nach geordnet ablegen (leerer Eierkarton).

Im Bucheli finden sich je nach Ausgabe die passenden Explosionszeichnungen.

Falls eine kleine Kugel übrig bleibt: diese arretiert den Choke in der "Auf"-Stellung. Drunter sollte auch eine Druckfeder sein. Beides wird gerne verloren beim Ausbau.

Modelle mit Beschleunigerpumpe:

1) Die Einstellung der Druckstange ist sensibel - vor Veränderung die Länge der Druckstange messen und notieren!

2) Die Verschraubung ist mit Kleber gesichert. Der sich mit Aceton lösen lässt (Aceton = Nagellackentferner).

 

 


 

 

Erkenntnisse vom Moped Bene

 

Beschleunigerpumpe:
Der Deckel mit den 3 Löchern hat auf dem Mittelzapfen ein A eingeprägt und flache Seitenstege(steht aber auch im Bucheli) was nicht im Bucheli steht, ist das auch auf dem Betätigungsarm der Pumpe ein A eingeprägt ist. Somit ist die Zuordnung der Deckel eindeutig bestimmt.

Nun zu den Federn :
Die Feder die in das Sicherheitsventil der Beschleunigerpumpe hinein kommt, hat eine Länge von ca 14 mm und acht Windungen. Die Drahtstärke beträgt 0,4 mm
Die Feder die an die Pumpenmebran kommt hat zwar auch eine Länge von 14mm aber nur 5 Windungen und einen Drahtstärke von 0,6mm!

Air-cut-Ventil :
Hier ist es recht einfach:
Der Deckel hat eine 2 auf dem Mittelzapfen und hohe Seitenstege.
Die passende Feder hat eine Länge von 31 mm, acht Windungen und eine Drahtstärke von 0,6 mm.

Ich habe bis jetzt vier Vergaser zerlegt und somit kann man diese Erkenntnisse als relativ sicher betrachten.

Grüße vom Bene

 

 


 

 

Frischs Schieberspiel-Minimierungsanleitung

 

Mikuni TM36 Schieberspiel minimieren:

Wirkung und Ursache:

Mir ist irgendwann aufgefallen, dass es nahezu unmöglich wurde das Standgas auf
einen festen Wert einzustellen. Nach jedem Gasstoss erreichte der Motor eine
andere Drehzahl. Nebenluft gab es keine und die Zündverstellung war auch OK.
Blieb also der Vergaser als Ursache übrig.
Nebeneffekt war, dass sich das Standgas auf einen Wert zwischen 1000 und 1500
1/min einpendelte.
Die Motorbremswirkung im Schiebebetrieb variierte je nach
Schliessgeschwindigkeit des Schiebers was natürlich jede Kurvenlinie versaute und
mir das Gefühl wie vom Gummiband gezogen zu fahren gab.


Fehlersuche:

Eine Untersuchung des Vergaser ergab, dass der Schieber

1. in Richtung der Luftströmung Spiel hat was aber nicht weiter schlimm ist und
lediglich das bekannte Vergaserklappern erzeugt. Dieses Spiel ist sogar offenbar
bei der Herstellung vorgesehen. Wenn der Motor fein eingestellt ist dürfte das
lediglich im Standgas auftreten.

2. horizontal, quer zur Luftströmung Spiel hat was zum o.g. Problem führt.
Der Schieber selbst wird durch einen nicht mittig sitzenden Hebel betätigt.
Dieser neigt dazu den Schieber zu verkanten, aber eben nicht immer. Je nach
Rückstellgeschwindigkeit des Gaszugs verkantet dieser stärker oder schwächer und
gibt somit mehr oder weniger Durchlass frei.

Da der Standgasanschlag (Stellschraube) nicht direkt auf den Schieber sondern auf
die obere Gaszugmechanik wirkt ist hier ein gleichlaufendes System auf
Spielfreiheit angewiesen.


Lösung:

Da ich nicht weiss wie ich den Schieber breiter bekomme, habe ich mich
entschieden die Führung schmaler zu machen.

Der Ausbau der Führung ist gut auf dem Bild zu erkennen und recht einfach. Die
Torx-Schrauben mit Zapfen sind etwas fies, lassen sich aber mit einer Zange
überzeugen, wenn kein passendes Werkzeug vorhanden.
Vorher noch die Einspritzdüse der Beschleunigungsanreicherrung nach unten
herausziehen (ist nur in Gummi gelagert).

Die beiden Führungsschenkel lassen sich mit, zum Beispiel, einer
Wasserpumpenzange recht gefühlvoll zusammendrücken. Immer nur in kleinen
Schritten damit kein Bruch entsteht. Dann mit dem Schieber prüfen bis dieser so
gerade nicht klemmt. Den Rest kann man gut mit Fingerkraft erledigen. Das Ganze
spielt sich im Bereich unter einem Millimeter ab. Gefühsmässig unkritisch für das
Material. Trotzdem Vorsicht, es handelt sich eben um spröden Aluminiumguss.

Dann wieder montieren (eventuell 4x M4x12 Innenschskant besorgen) und überlegen
was man gegen stempelnde Hinterräder machen kann.

Jens

Noch zwei Bilder:

 

 


 

 

 Reinigung/Pflege

 

Kann man auch beim freundlichen Motorradhändler oft mit Ultraschall machen lassen. Zerlegen und Zusammenbauen sollte man das Teil allerdings selber, weil entweder kostet das in der Werkstatt richtig Geld ODER wird nicht gemacht weil mühsam (und dann hilft auch schallen nix) ODER das Ding wird falsch zusammengebaut - und das kann man selber auch.

Ansonsten: Druckluft. Ein kleiner Kompressor aus dem Baumarkt kostet weniger als ne Yamaha-Vergaserreinigung machen zu lassen. Zur Not gehts auch mit Druckluft-Spraydosen aus dem Modellbaubedarf (bzw. Elektronikladen). ACHTUNG: Kleinteile gut festhalten - wer schon mal den gesamten Werkstattboden nach der Düse abgesucht hat, die er ausgebauterweise mit Pressluft reinigen wollte, weiß schon …

Düsen und andere Messingteile kann man mit Kontakt60 aus dem Elektronikladen behandeln - das Zeug ätzt Oxidschichten weg. Danach mit WD-40 einsprühen ist sicher kein Fehler.

Nicht mit Stahldraht in Messingdüsen rumnudeln!

Gummiteile sind vor dem Einbau (und danach) für etwas Pflege dankbar. Verwenden kann man Silikonspray, Armor-All oder ähnliche Pflegemittel aus dem Autozubehörhandel, Glycerin. Der Vergaser flutscht dann auch etwas besser rein.

Mehr Tipps zu hilfreicher Chemie [hier]

 

 


 

 

 Entlüftungsschlauch

 

Tipp von Stefan:
Achte auch auf die Verlegung des Schwimmerkammer-Be/Entlüftungsschlauches. Sitzt hinten neben dem Benzinanschluß auf einem Messingstutzen.
Im Originalzustand geht der Schlauch nach oben unter die Sitzbank wo er offen endet.
Bei mir war der Schlauch nach unten rausgerutscht und der Fahrtwind drückte gegen das offene Ende. Ruckeln, schlechte Gasannahme, Verschlucker waren die Folge.
Ich habe den Schlauch mal zum Testen in die linke Hand genommen, läuft nur sauber wenn der Schlauch nach hinten zeigt. Macht sich aber erst über ca. 30 Km/h bemerkbar.

 

 

 


 

 

 Schwimmerventil

 

Eigentlich ein robustes Teil, das sehr lange seinen Dienst tut. Wenn nicht, dann ist meist ein Fremdkörper drinnen der das dichte Schließen verhindert - und der Vergaser läuft über.

Mal mit dem Hammerstiel gegen die Schwimmerkammer klopfen kann bei Vergaserüberlauf helfen. Wenn das Ventil nicht einfach nur hängengeblieben ist, dann hilft nur ausbauen und putzen. Oberhalb des Ventils befindet sich ein O-Ring- auch den mal anschauen/tauschen.

Ersatz gibts beim Yamaha-Händler (sehr gut aber teuer), bei Kedo oder Topham.

Manche Vergaser-Dichtsätze aus dem Zubehörhandel machen beim Schwimmerventil aber Probleme:

  • entweder der Kegel ist dann zu klein für den originalen Ventilsitz, und der Kegel kippelt. Immer komplett im Set verbauen - nicht einfach nur den Kegel austauschen (auch wenns einfacher wäre - aber das Ventil hängt dann, und man muss ja eh mal an den O-Ring …
  • oder das Ding funktioniert auch nicht im Satz verbaut.

 

 


 

 

 Dichtheitsprobe

 

Wenn der Ansaugtrakt nicht dicht ist gibt es Ärger. Typischerweise ein unruhiger und zu hoher Leerlauf, Startprobleme, Abmagerung auch bei höheren Drehzahlen bis hin zum Motorschaden. Wenn's zwischen Zylinder und Vergaser arg undicht ist, reicht der Unterdruck beim Kicken nicht mal um Sprit in den Brennraum zu fördern.

Die Anschlüsse von Vergaser zu Ansaufstutzen und Ansauggummi können beschädigt oder durch falsche Montage undicht sein, oder einfach die Klemmschellen nicht fest angezogen. Außerdem werden die Gummis im Alter porös.

Überprüfung: Motor im Stand laufen lassen bis er gleichmäßig tuckert. Dann mit brennbarem Zeug rund um den Vergaser hantieren - am einfachsten Startpilot oder Bremsenreiniger draufsprühen. Die Drehzahl darf sich nicht ändern. Falls doch ist da irgendwas undicht. Unterwegs kann man das auch mit einem benzingetränkten Lappen prüfen (bäääh).

 

 


 

 

 Düsenwissen

 

Hiha:
Soweit ich weiss gibts von Mikuni Düsen in verscheidenen Toleranzklassen. Die mit den engeren Toleranzen haben die Nummern in einer "eckigen" Computerschrift eingraviert/gelasert, sie werden für die genaue Einhaltung von Abgasbestimmungen verwendet. Und soweit ich das mitbekommen hab, werden die Düsen nicht nach Bohrungsdurchmessern beschriftet, sondern nach einer automatisierten Durchflussmessung. Wie wir alle wissen, hat der Durchfluss nicht notwendigerweise was mit dem Bohrungsdurchmesser zu tun.
Im Gegensatz zu z.B. Dellorto-Düsen sollen die Mikunidüsen ziemlich zuverlässig stimmen. Allerdings sind auch billgere Plagiate aus Fernost unterwegs, die natürlich nicht unbedingt stimmen müssen...

 

 

 

 

Theo: Graham Bell schreibt in seinem Buch "Four Stroke Performance Tuning" auf Seite 102 dazu:
"The hex-head jets are flow rated in cc per minute. Jets from 50 to 195 are available in steps of 5, and size 200 to 500 are in steps of 10.

 

 


 

 

 Das Kugelproblem

 

Tipp von Kall zum Mikuni VM34:

fehler: leerlauf schwankt und lässt sich nicht richtig einstellen, kiste springt schlecht an. hab den vergaser oft! ausgebaut, zerlegt und entnervt gebastelt...(membranen etc.) ursache: in ner bohrung im vergaseroberteil ist ne kugel zur abdichtung eingepresst. und das wird uncoolerweise undicht.

testen: einfach ein stück benzinschlauch feste draufdrücken und ordentlich reinpusten: wenns röchelt geht die luft an der kugel vorbei.

behebung: kugel weiter reindrücken, bohrung innen aufrauhen
(minifräse) und mit benzinfestem zweikomponentenkleber auffüllen. hatte den fehler jetzt an drei sr und einer xt von freunden.

die bohrung mit dem bronze?kügelchen drin ist im vergaseroberteil direkt neben haupt- und leerlaufdüse. da ist ein relativ breiter rand aussen rum.
das ist vermutlich ne hilfsbohrung bei der produktion.


 

 

 Das Federproblem

 

Wenn man die Feder von der Leerlaufgemisch-Schraube verloren hat, kanns sein dass sich diese Schraube verstellt oder gar verloren geht. Eine Feder aus einem alten Kugelschreiber schafft Abhilfe.

 

 


 

 

 Benzinschlauchwissen

 

Was gibt es da viel zu sagen?
Klarsichtschläuche sind hübsch und informativ, werden aber zumeist gelblich und verhärten nach einiger Zeit - man muss jährlich wechseln.

Gummischläuche vom Auto sind zu dick weil gewebeverstärkt wegen Benzindruck (Benzinpumpe).

Gute Motorrad-Benzinschläuche gibts bei Motorradwerkstätten oder im Zubehör. Da die Lieferanten öfter mal wechseln kann ich hier nichts dauerhaftes empfehlen. Anno 2008 waren die Gummischläuche von Louis klasse.

Durchmesser für das originale Setup: 6 mm (innen).

 

 

 TM 36

 

Hinweis von Hetzer:
Es gibt ja zwei verschiedene TM36.
Der Konstruktionsfehler betrifft nur den TM36/31, der für unsere SRs paßt, da hinten die gleiche Lufi-Anschlußweite.
Beim TM36/2, der hinten eine größere Anschlußweite hat, gibt es den unten beschriebenen Konstruktionsfehler nicht (da wird das Ventilgehäuse von einem Halteblech fixiert).

Durch eine lästige Panne bin ich einem Konstruktionsfehler des TM36 auf die Spur gekommen:
Das Schwimmernadelventilgehäuse geht nicht bündig in das Vergasergehäuse, sondern hat sehr viel Spiel. Nur der O-Ring dichtet das Ventilgehäuse zum Vergasergehäuse.
Dieser O-Ring ist aber nicht in der Mitte und leider schon gar nicht unten am Ventilgehäuse, sondern oben. Damit kann das Ventilgehäuse im Vergasergehäuse unten praktisch "wackeln".
Es "wackelt" natürlich nicht; aber es hat zur Auswirkung, daß wenn man das Gehäuse mittels des Kreuzschlitzschräubchens mit dem fest angebrachten Scheibchen sichert, dies leider keine Sicherung für immer ist.
Durch die Vibrationen der SR kann sich das Ventilgehäuse unten, wo es nicht mit dem O-Ring gegen das Vergasergehäuse abgestützt ist, mit der Zeit so bewegen, daß die Kante des Ventilgehäuses nicht mehr von dem zu kleinen Scheibchen des Schräubchens gehalten werden kann und das Gehäuse sich an dem Scheibchen vorbei nach unten arbeitet, bis dann irgendwann das Ventil nicht mehr genügend öffnet und das Moped wegen Spritmangel liegen bleibt.

Wer einen TM36 hat, sollte also unter das Kreuzschlitzschräubchen mit dem fest daran angebrachten Scheibchen, welches das Nadelventilgehäuse im Vergasergehäuse hält, ein etwas größeres Scheibchen legen, welches verhindert, daß sich das Ventilgehäuse durch Bewegen daran vorbei- und sich so nach unten "arbeiten" kann.


 

 

 TM 36

 

Hinweis von Hetzer:
Es gibt ja zwei verschiedene TM36.
Der Konstruktionsfehler betrifft nur den TM36/31, der für unsere SRs paßt, da hinten die gleiche Lufi-Anschlußweite.
Beim TM36/2, der hinten eine größere Anschlußweite hat, gibt es den unten beschriebenen Konstruktionsfehler nicht (da wird das Ventilgehäuse von einem Halteblech fixiert).

Durch eine lästige Panne bin ich einem Konstruktionsfehler des TM36 auf die Spur gekommen:
Das Schwimmernadelventilgehäuse geht nicht bündig in das Vergasergehäuse, sondern hat sehr viel Spiel. Nur der O-Ring dichtet das Ventilgehäuse zum Vergasergehäuse.
Dieser O-Ring ist aber nicht in der Mitte und leider schon gar nicht unten am Ventilgehäuse, sondern oben. Damit kann das Ventilgehäuse im Vergasergehäuse unten praktisch "wackeln".
Es "wackelt" natürlich nicht; aber es hat zur Auswirkung, daß wenn man das Gehäuse mittels des Kreuzschlitzschräubchens mit dem fest angebrachten Scheibchen sichert, dies leider keine Sicherung für immer ist.
Durch die Vibrationen der SR kann sich das Ventilgehäuse unten, wo es nicht mit dem O-Ring gegen das Vergasergehäuse abgestützt ist, mit der Zeit so bewegen, daß die Kante des Ventilgehäuses nicht mehr von dem zu kleinen Scheibchen des Schräubchens gehalten werden kann und das Gehäuse sich an dem Scheibchen vorbei nach unten arbeitet, bis dann irgendwann das Ventil nicht mehr genügend öffnet und das Moped wegen Spritmangel liegen bleibt.

Wer einen TM36 hat, sollte also unter das Kreuzschlitzschräubchen mit dem fest daran angebrachten Scheibchen, welches das Nadelventilgehäuse im Vergasergehäuse hält, ein etwas größeres Scheibchen legen, welches verhindert, daß sich das Ventilgehäuse durch Bewegen daran vorbei- und sich so nach unten "arbeiten" kann.


 

 

 Allgemeine Hinweise zur Vergasereinstellung

 

Die Vergasereinstellung, also Anpassung an den Motor, Auspuff, Luftfilter, Ansaugstutzen zwecks ordentlichem Motorlauf inklusive harmonischer Leistungsabgabe, ist eine langwieriige Sache bei der man am besten systematisch vorgeht, da die verschiedenen Regelsysteme im Vergaser miteinander wechselwirken.

Ganz generell stellt man von der großen Seite her ein - also beginnen beim Testen der passenden Hauptdüse/Vollgas bis runter zur Gemischregulierungsschraube/Feineinstellung Leerlaufgemisch.

Sehr gut und detailliert zum Nachmachen hat das der Carl Hertweck im immer noch aktuellen Buch "Besser Machen" beschrieben, das in keinem Haushalt fehlen sollte wo noch ein Vergasermotorrad steht. Hier eine Übersicht zu den Systemen: http://www.michu.ch/topic536/story1054.html
Bei Kedo findet man eine sehr brauchbare Anleitung: kedo.de Tipps & Tricks

 

 

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