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Ergänzung
zu 1.7 Arbeitsbedingungen und Werkzeuge
Spezialwerkzeuge und Tips zur (De-) Montage |
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Worum geht´s
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Man braucht manchmal ein Spezialwerkzeug oder einen Helfer, wenns um kniffelige
Dinge geht.Oder die richtige Idee

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Was im Bucheli steht
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Hier werden schon ein paar gute Tipps gegeben. Aber es gibt eben mehr.
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Vorarbeiten
und Erleichterungen
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- Ein Prellschlag
auf die zu lösende Verbindung hilft oft, feste Gewinde etwas zu
lockern; das "normale" Öffnen geht danach leichter. Aufpassen
dass man da nicht die Welle erwischt und kaputtstaucht!
- Bei korrodierten
Dingen hilft oftmaliges Einsprühen mit Rostlöser/Kriechöl,
über mehrere Tage hinweg.
- Hitze (Lötlampe,
Heißluft) direkt auf Muttern gerichtet lässt diese etwas
größer werden und eventuell leichter zu öffnen. Nicht
bis zum Glühen erhitzen, sondern so auf 100 Grad etwa (spuckheiß
= zischt wenn man draufspuckt). Gleich nach dem Heizen öffnen,
bevor sich auch das Gewinde in der Mutter temperaturmäßig
angleicht -> dann ist der Vorteil beim Teufel ...
- Vernünftige
Nüsse (sechskantig, flankengreifend) verwenden
- Für Schlagbelastung
keine Ratschen verwenden, sondern starre Griffe oder notfalls Steckgriffe;
möglichst wenige Verlängerungen.
- Möglichst
keine Gabelschlüssel verwenden
- Nur GUTE Ringschlüssel
für Kraftarbeiten verwenden (siehe Bild links, vom Lebensmitteldiskonter
...)
- Schutzbrille/Handschuhe
helfen, wenn man mal ausrutscht!
- ACHTUNG: Zahnräder
sollte man eher nicht mit einem Lappen verkeilen wie im Bucheli beschrieben,
da können sich die Wellen verbiegen. Oder es faschiert den Lappen
...
- ACHTUNG: Zahnräder
mit einem harten Gegenstand gegen das Gehäuse zu verkeilen, kann
zur Zerstörung des Gehäuses führen (zB Schraube gegen
Antriebsritzel, und dann am Kupplungskorb drehen ...)
- Vor dem Wiedereinbau
problematischer Schrauben: Eventuell das Gwinde mit einem Gewindeschneider
säubern. Schraubengwinde mit Motoröl schmieren (dann stimmen
auch die angegebenen Anzugsmomente). Besonders belastete Verbindungen
können auch mit Kupferpaste oder Anti-Seize behandelt werden, aber
Achtung: die vorgegebenen Anzugsmomente sind dann viel zu hoch!!! Man
muss hier mit Gefühl vorgehen (Muttern auf Auspuffkrümmer-Stehbolzen,
Auspuffschelle, ... - Gewinde die trocken heiß werden, oder mit
Tausalz in Berührung kommen)
- Kreuzschlitzschrauben
gehen auch ohne Schragschrauber oft noch zu öffnen, wenn man wirklich
FEST dagegendrückt und so den Schraubendreher daran hindert aus
der Werkzeugaufnahme zu rutschen. Beispiel: Schrauben am Bremsflüssigkeitsbehälter.
- JEDENFALLS darauf
achten dass der Schraubendreher satt sitzt! Für Kreuzschlitz: Gute
Passform hat der auf dem Leatherman Tool. Übliche Baumarktschraubenzieher
passen eher mau: PZ (Pozidrive) geht überhaupt nicht, Philips (PH)
noch am ehesten.
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Fürs Grobe:
pneumatische oder elektrische
Schlagschrauber

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Viele Probleme ergeben sich, weil man beim Öffnen von Muttern oder
Schrauben mit Macht gegenhalten muss wo es nicht gut geht. Es geht mit
viel weniger Gegenhalten (oder ohne), wenn man einen pneumatischen
oder elektrischen Schlagschrauber verwendet. Ersterer bedarf Pressluftfütterung,
zweiterer ist meist mit 12V zufrieden und tut auch. Man bekommt so etwas
im Industrie- bzw. Kfz-Bedarf. Kleine 12V-Schlagschrauber werden meist
als Wundermittel zum Radmuttern lösen verkauft und sollten einen
Standardanschluss haben (meist 1/2 Zoll), um auch andere Stecknüsse
verwenden zu können. Die elektrischen (zumindest das ALPIN-Teil von
mir) nehmen mal kräftig Anlauf (Motor dreht hoch) und bei genug Schwung
greift eine Fliehkraftkupplung und die Schraube kriegt einen kräftigen
Dreher verpasst - die Eigenmasse des bearbeiteten Motorteils ist zu träge
um den mitzumachen ergo löst sich die Verbindung irgendwann.
ACHTUNG: Diese Dinger
haben meist keine Drehmomentregelung und arbeiten mit Spitzen von mehreren
100 Nm. Beim Öffnen durchaus erwünscht, aber ZUmachen sollte
man damit NICHTS.
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Verwendbar
bei
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Muttern an Achse,
Ritzel Kupplung,
Schrauben an Nockenwellenzahnrad,
Kupplungsabzieher,
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Fürs
Feine:
mechanischer Schlagschrauber
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Kleine Probleme (vor
allem im Bereich "Kreuzschlitzschrauben, leicht vernudelt")
lassen sich elegant mit einem mechanischen Schlagschrauber lösen.
Der funktioniert so: Der PASSENDE Einsatz (Bit) wird beim Draufschlagen
durch eine sinnreiche Mechanik gleichzeitig in den Schraubenkopf gedrückt
und gedreht. Billigteile (Baumarkt, Autozubehör) um ein paar Euro
sollte man vor Gebrauch mal zerlegen, entgraten, fetten und wieder zusammenbauen,
dann tun sie auch. Wird zB gerne verwendet bei vergammelten Armaturenschrauben
(Bremsflüssigkeitsbehälter etc) oder Krauzschrauben im Motor
(Ölpumpe, Steuerketten-Spannerschiene, ...). Verwenden mit schwerem
Hammer: mindestens 1,5kg, besser 2kg, und EINEM beherzten Schlag.
Alternative dazu:
Ein STABILER Schraubendreher mit durchgehender Klinge (=Stahlstück
kommt am Griffende wieder raus, Holzgriff) und Sechskant am Schaft ist
ideal, und ein Helfer. Zuerst erfolgt ein herzhafter Prellschlag mit dem
Hammer auf den Schraubendreher, danach so:
Der eine Mensch sucht sich eine Position, wo er sich mit aller Macht gegen
das Schraubendreher stemmen kann. Der andere setzt einen Gabelschlüssel
am Schraubendreher an, so dass er ihn gut drehen kann.
Dann stemmt sich der eine aufs Werkzeug, der andere dreht den Schraubendreher
mit dem Gabelschlüssel bis ordentlich Widerstand da ist. Mit einer
gemeinsamen Anstrengung (auf "drei" oder "hooooo-RUCK)
wird dann gleichzeitig gedreht und gedrückt. Das geht übrigens
auch mit dem Kreuzdreher des "Leatherman" ganz gut, weil der
fein in die kleineren Schraubenköpfe passt.
Für Werkzeugfreaks:
das Teil gibt es auch von Gedore:
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K
1900 Schraubenlöser
Besonders
geeignet zum Lösen festsitzender Schrauben durch Schlagen mit dem Hammer.
Umstellbar für Rechts- und Linksgang. 1/2"-Antriebsvierkant für
Kraftschraubereinsätze.
Codenr.: 6654440
Artikelnr.: K 1900
Gewicht: 510 g
Länge (L, L1): 123 mm
Durchmesser 1: 34 mm
Verpackungseinheit (VPE): 1 Stück
EAN: 4010886665442 |
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Ähnliches lässt sich auch von Hand erreichen, am besten
aber mit einem Helfer: Man setzt das Werkzeug (am besten einen massiven
Ringschlüssel) so an, dass es schon unter Spannung in Richtung "Öffnen"
steht (also muss ein Helfer zumindest mit Handkraft am bewegten Motorteil
gegenhalten, oder man bastelt sich etwas das gegenhält), und dann
kommt ein kräftiger Schlag am Ende des Schlüssel um die Verbindung
zu lösen. Die Energie geht dann recht schlagartig und ohne viele
Übertragungsverluste direkt ins Lösen der Verbindung, wobei
die Motormasse gegenhält. Geht ganz gut zB bei Rotorhaltemutter oder
Kupplung, aber nicht bei Leichtbauteilen (Nockenwellenzahnrad, Ritzelmutter
...).
Nur wenn man einen
wirklich guten Gegenhalter und solides Werkzeug hat, sollte man sich an
der Methode "Ein-Meter-Rohrverlängerung-aufs-Werkzeug-und-drauf"
versuchen.
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| Supergau |
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Was tun, wenn kein
Werkzeug mehr greift weil der Schraubenkopf ab ist, oder die Mutter rundgedreht
etc?
Erstmal: KEINE PANIK. Ruhig überlegen, notfalls ein bisschen aufräumen,
was trinken, oder einen Tag Pause einlegen.
- Mit Dremel Kerbe
einfräsen und mit Radialschlag (scharfer Durchschlag oder Schraubendreher)
aufklopfen?
- Mit Dremel oben
Schraubenschlitz einfräsen und wie Schraube öffnen?
- Mit Zange fassen
und aufdrehen? (geht gut mit feiner Rohrzange/Grippzange und Inbus-
oder auch erhabenen Schlitzschrauben). Oder man packt den Kopf mit dem
Schraubstock (Schraubstock: geht bei manchen Teilen, z.B. Schwimmerkammerschrauben:
Schraubenkopf einspannen und den ganzen Vergaser drehen).
- Mutter oder Verlängerung
aufschweißen und damit aufdrehen? Funktioniert ab Bolzenstärke
8mm aufwärts. Idealerweise zuerst Beilagscheibe unterlegen und
dann erst Mutter aufschweißen, damit man die Mutter nicht mit
dem Hauptstück verschweißt ...
- Vernudelten Kopf
wegbohren (am besten mit Bohrständer) oder per Flex oder Feile
oder Meissel etc entfernen, und das dann entlastete Gewindestück
rausdrehen?
- Wenn Gewindestumpf/Stehbolzen:
Zwei Muttern drauf, gegenkontern, aufdrehen? Oder Mutter draufschweißen,
wenns Gewinde hinüber ist.
- Riskant sind Schraubenausdreher
(konische Linksgewinde): damit kann man den Restbolzen sprengen und
das umgebende Gehäuseteil gleich mit. Oder der gehärtete aber
dadurch recht spröde Ausdreher bricht ab und lässt sich auch
nicht mehr ausbohren ...
- Schrauben, deren
innere Werkzeugaufnahme vernudelt ist, lassen sich oft noch mit Schlagschraubern
(siehe oben) lösen.
- Aufbohren
und ein Torx-Bit einschlagen?
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| LiMa |
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Zum Abziehen der Lichtmaschine
sollte man jedenfalls den entsprechenden Abzieher verwenden, den es auch
in unterschiedlichen Qualitäten im Zubehör gibt. Man bedenke:
sowohl LiMa-Rotor als auch Kurbelwelle sind eher teure Teile - sie mit
einem Billigstabzieher zu schrotten wird sich nicht rechnen ...
Das Gewinde in der LiMa ist M27x1 LH (also linksrum).
Vorgehensweise wie hier und im Bucheli beschrieben. Die Abziehschraube
geht auch mit dem Schlagschrauber anzuziehen.
Vorher Beilagscheibe
abnehmen nicht vergessen! Ein unter den Abzieher gelegtes cent-Stück
oder noch besser ein passendes Alu-Abdrückstück schont die Kurbelwelle,
sonst ist danach Feilen angesagt.
Gegenhalter: Werkzeug
laut Bucheli verwenden, mit dem man den Lichtmaschinenrotor fixiert -
spätestens für das Festziehen der Lima-Mutter mit dem richtigen
Drehmoment hilfreich. Es geht auch deutlich einfacher statt der sauberen
vorgeschlagenen Werkstattausführung, die Drehbank und Schweißzeug
erfordert:
Im einfachsten Fall ein mindestens einmetriges Stück Armierungseisen
oder Rundstahl zur Hand nehmen (Durchmesser 10 mm) und einen Knick in
der Hälfte biegen. Die zwei geraden Schenkel so weit zueinander biegen
dass sie etwa den Lochabstand der LiMa-Rotors haben. Dann am Ende jeweils
rechtinkelig abbiegen und die Haken auf saubere 10 mm kürzen (damit
man keine LiMa-Spule erwischt). fertich. Man benötigt einen guten
Schraubstock, Hammer, Eisensäge, Feile, evt. ein drüber passendes
dickwandiges Rohr als Biegehilfe. Die beiden Stutzen greifen in die Löcher
des LiMa-Rotors, das Gegenhalten erfolgt am besten durch einen Helfer.


Wenn der Abzieher
dann schön fest angezogen ist, kommt ein knackiger Prellschlag mit
dem großen (!) Hammer direkt auf die Abzieherschraube. Das sollte
reichen dass der Rotor sich löst. Vorher etwas unterlegen damit das
teure Teil nicht auf den Werkstattboden donnert ...
Falls nicht: siehe
Andere Abzieher
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| Kurbeltrieb
fixieren |
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Für unterschiedliche
Arbeiten im Motor; die direkteste Möglichkeit:
- Wenn Zylinder noch
abgebaut: Kolbenbolzen einsetzen und über zwei gleich hohe Hartholz/Sperrholzbrettchen
gegen das Motorgehäuse abstützen.
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| Getriebeabtrieb
fixieren |
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Im Normalfall um die
Ritzelmutter zu lösen; unter gewisser Belastung des Getriebes wird
damit natürlich bei eingelegtem (hohem) Gang alles fixiert - bis
zur Kurbelwelle und mit ihr Kupplung/Lima und über die Steuerkette
die Nockenwelle ...
- Wenn der Motor
noch eingebaut ist: Fünften Gang einlegen, hintere Bremse betätigen
(lassen). Statt mit der Bremse kann man das Hinterrad auch mit einem
Eisenrohr blockieren: auf Höhe der Schwinge/Federbeine durchs Rad
stecken - weiche Beilage beugt Beschädigungen vor ... Dann geht
das auch alleine ohne Helfer.
- Altes Ritzel nehmen,
langen Hebel dranschweißen. Ritzel aufstecken; einer schraubt,
ein anderer hält dagegen...
- Wenn Motor in Montageständer:
Antriebsritzel aufstecken, Stück alte Antriebskette auflegen und
anderes Ende am Motageständer fixieren
- Oder so:
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| Primärtrieb
fixieren |
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Den Primärtrieb
blockiert man am Besten mit einem kleinen Aluklötzchen oder passenden
starken Blechstück aus Alu, das man zwischen die Verzahnung klemmt. |
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Kupplung

by Kedo
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Für das Gegenhalten
des Kupplungskorbes gibt es mehrere Möglichkeiten.
Die im Bucheli beschriebene ist - schlampig ausgeführt - zumindest
riskant: sie besteht darin, ein Brett mit einem grossen Loch (wo die Nuss
durchpasst) und ringsrum 6 kleineren auf dem Kupplungskorb festzuschrauben.
Dabei kann man aber auch den Kupplungskorb ruinieren, wenn einer der Gewindestutzen
dabei kaputtgeht. Eine Notreparatur ist zwar öfter noch möglich
(Senkkopfschraube von hinten einsenken, festschrauben, verkleben), aber
es gibt eben Möglichkeiten, den Schaden von Vorneherein zu verhindern.
Zum Gruseln hier ein Schadensbericht.
Man kann den Brett-Gegenhalter
nach Bucheli schon auch recht risikolos verwenden; die Funktion des Aufbaus
ist folgende:
Die Schrauben drücken das Brett auf den Kupplungskorb der dann das
Drehmoment aufnimmt. Die Schrauben (mit U-Scheiben) sind also nur auf
Zug belastet und können nicht ausbrechen! Das funktioniert aber nur,
wenn das Brett stark genug ist, und somit NUR am Korb aufliegt und eben
NICHT auf den Gewindestutzen. Daher eventuell hier nochmal etwas beilegen/wegfräsen,
um das sicherzustellen. Und die Schrauben müssen entsprechend gleichmäßig
und fest angezogen sein.
Eine elegante Methode
ist der an alte Kupplungsscheiben angeschweisste Griff. Kann man als "Kupplungshaltewerkzeug"
bei Kedo kaufen, oder aus einer alten Kupplungsscheibe selber machen (wenn
man die hat).
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Ich weiß nicht ob das der erwähnte "Hammerknoten" ist,
aber mit dem funktioniert es:

Schritt 1: Schlaufe übers Seil legen

Schritt 2: Schlaufenenden zusammen klappen: voila, der Knoten ist selbst
zusammenziehend, wenn man ihn wie im rechten Bild anwendet. |
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Und Hiha
setzt auf Seilkraft:
Dazu
noch ein paar Hinweise: Das Seil muss man nicht halten, es ist mittels Schleiferl
am Gehäuseauge festgebunden. (Das sieht man auf dem Bild nicht einwandfrei).
Man muss halt aufpassen, dass der Strick locker durch eine Aussparung des
Kupplungskorbes läuft, und der sog. Hammerknoten richtig rum (also
dass er sich festzieht) auf den Mitnehmer gelegt wird.
Hier ist das FESTZIEHEN der Mutter gezeigt. |
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Telegabel
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Wellendichtringe einziehen:
Mit einer Gewindestange (M10 oder besser M12), und passenden Muttern und
Beilagen.
Dämpfer lösen:
Als Gegenhalter ist ein laaanger Inbusschlüssel erforderlich, kann
man selberbauen mittels Gewindestange und gekonterten oder angeschweißten
Muttern drauf.
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| Ölsieb
unten im Rahmentank |
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Schlagschrauber, oder
Nuss/Rohrschlüssel mit groooßer Verlängerung. Aber das
Biest sitzt manchmal so fest, dass so auch schon Rahmen verbogen wurden
...
Also am besten tatsächlich ein paarmal Kriechöl, warten, und
dann schlagschrauben!
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| Ritzelmutter |
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Wohl dem, der einen
Ringschlüssel oder eine Nuss der Größe 32 mm (!) sein
Eigen nennt. Es reicht üblicherweise, mit betätigter Fußbremse
und eingelegtem fünften Gang die Mutter aufzudrehen; nach geradebiegen
des Sicherungsbleches. Handschuhe sind anzuraten. Am Elegantesten gehts
mit dem Schlagschrauber.
Für Reisen kann es vorteilhaft sein, auf die 32er Mutter außen
einen 22er Kopf (Mutter) aufzuschweißen, um die Mutter unterwegs
mit dem Bordwerkzeug aufmachen zu können.
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Ventilausbau
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Tischlerzwinge, ein
paar Eisenteile (Rohr, alte Nuss), Schweißgerät und normales
Werkzeug (Schraubstock, Feile, Säge):

Die Ventilzwinge sorgt für stressfreien Aus- und Einbau.
Das Rohr hat zwei
Fenster, um mittels Magnet/Pinzette/Schwerkraft die Ventilkeile zu entnehmen
oder reinzutun. Statt dem Rohr kann man auch zwei Stück Flacheisen
draufschweissen.
Hier noch eine recht geniale EIgenbaukreation, die
ich im Netz gefunden habe:
Hier noch mehr Tipps:
http://www.xt500.org/68eustw03ihkmsez/viewtopic.php?t=4816
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Stehbolzenausbau
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Manchmal sind Stehbolzen
wie festbetoniert. Üblicherweise durch Korrosion (Stahl in Alu) oder
tatsächlich Einkleben durch den Vorbesitzer.
Gegen Einkleben hilft
Hitze - Epoxy und Schraubenfest geben bei über 200°C langsam
auf. Alu schmilzt (ohne große Vorwarnung) bei etwas über 500°C.
Gegen Korrosion hilft
Einweichen mit Kriechöl. Wobei das allgegenwörtige WD-40 (auf
Petroleumbasis) hier deutlich schlechter abschneidet als Spezialisten
mit anderen, kriechfähigeren Lösungsmitteln, die als "Rostlöser"
im Kfz/Industriebedarf erhältlich sind. Einweichen tut man MEHRMALS
und über MEHRERE TAGE hinweg, im Idealfall.
Wie packt man den
Bolzen?
- Unterlagscheibe
drauf und Mutter anschweißen (gerne bei abgerissenen Stehbolzen
wo noch was raussteht) - die Hitze hilft zusätzlich, also gleich
nach dem Anschweißen mit einem Ringschlüssel rausdrehen.
Oder mit dem Pressluftschrauber ...
- Zwei
Muttern auf dem Stehbolzengewinde kontern (kann sich aber trotzdem durchdrehen).
- Wasserpumpenzange/Gripzange/Rohrzange
- Im
Werkzeugfachhandel gibt es Stehbolzendreher. Auch für Maschinenschrauber.
Billigstes Teil bei Hofmann für M10 17,70 + Märchensteuer.
(Tipp von Thomas Sauer)
- Altzes
Bohrfutter verwenden, bzw. mit dem Akkuschrauber auf langsamster Stufe
mit maximalem Drehmoment probieren - soclhe Mit Schlagschrauberfunktion
hätten zusätzliche Chancen
- Schraubstock
- und dann das Motorteil (z.B. Zylinder) drehen
Weitere
Tipps:
- Vorher
einen Prellschlag auf den Bolzen (bei geplanter Weiterverwendung vorher
Mutter aufschrauben um das Gweinde zu schützen; bei langen Stehbolzen
zusätzlich eng anliegendes Rohr drüber um Ausknicken zu verhindern.
- Abgerissene
Bolzen nach Möglichkeit eben feilen/schleifen und mit einer Bohrschablone
zentrisch ausbohren. Die Bohrschablone verhindert das Abwandern des
Bohrers ins weiche Umgebungsmetall. Im Idealfall kann man die Bolzenreste
komplett entfernen, das Gewinde putzen und mit einem neuen Bolzen wieder
verwenden (dann aber Kupferpaste drauf, gell). Ansonsten neues Gewinde
machen: Helicoil (bzw. ähnliche Systeme), Gewindebuchse (Ensat,
Kerbkonus, ...) oder ein Stehbolzen mit größerem Gewinde
sind mögliche Lösungen - oder das Gewinde wenn möglich
etwas tiefer schneiden (Bohrung vertiefen - geht nicht immer, und man
braucht dann einen Spezialstehbolzen mit längerem Gewinde).
- Linksausdreher
sind zu meiden. Die Bastlerqualität sowieso, und Industriequalität
hat bei üblichen Stehbolzengrößen auch nichts zu melden
- da wird vorher der Bolzen aufgeweitet/gesprengt und/oder der Ausdreher
reisst aus, und dan wird auch das Ausbohren schwierig - der Ausdreher
ist meist aus härterem Material als der Stehbolzen. Mit Glück
kann man ihn zertrümmern und stückchenweise wieder aus der
Baustelle entfernen um ausbohren zu können ...
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Andere
Abzieher
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Der Umgang mit Universal-Abziehern
(Klauenabzieher, zwei- oder mehrarmige) und Abziehbrücken mit Zug-
und Druckschrauben verdient noch ein paar Ergänzungen zu den Ausführungen
im Kapitel LiMa:
Bei vielen Motorrädern
kann man solche Abzieher beispielsweise zum Abbau des Lichtmaschinen-Rotors
verwenden (auch bei den XT600-Modellen).
Nur zur Vorsicht nochmal
checken: ist die Rotormutter schon vorher
gelöst und entfernt worden ... ? Wäre ein böser Fehler
die zu vergessen.
Es hilft, ein wenig
über die Wirkung der Materialerwärmung nachzudenken.
Beim Abzieher handelt es sich meist um eine Druckschraube (in der Mitte)
und
Zugschrauben/Klauen (die die Abzieherbrücke mit dem abzuziehenden
Teil verbinden, z.B. dem Rotor). Im linken Bild der Tenere-Motor als Beispiel.
Schnelle Methode:
Alles schön fest anziehen und dann ausschließlich auf die Druckschraube
heizen. Schraube dehnt sich schneller aus als der Rest, wird dadurch relativ
länger und zieht den Rotor ein Stückerl runter. Auskühlen
lassen,
nachziehen, wiederholen.
Langsame Methode:
Alles schön fest anziehen und dann ausschließlich auf die Zugschrauben
heizen. Die werden länger und damit lockerer. Dann die heißen
Schrauben
wieder nachziehen bis fest. Bei Abkühlung werden sich die Zugschrauben
wieder zusammenziehen und den Rotor ein Stück weit runterziehen.
Gleichzeitig kann man auch den Rotor etwas anwärmen, wodurch die
Passung zum
Kurbelwellen-Konus etwas weiter wird - das hilft mit (vorsicht: Erregerspulen
und Magneten mögen starke Hitze nicht! So warm wie der Motor üblicherweise
wird muss das Zeug aber aushalten, also gut "spuckheiß"
(wenn man draufspuckt zischt es). In diesem Fall evt. besser mit Heißluftgebläse
als mit Flamme arbeiten.
Auskühlen lassen, nachziehen, wiederholen.
Der Rotor wird bei beiden Methoden schonend zehntelmillimeterweise
abgezogen. Meist ist die Wahl der Methode durch den Abzieher vorgegeben.
Falls es auch mit Hitze nicht geht, sollte man definitiv über eine
wesentlich
stabilere Abzieherbrücke nachdenken, weil nämlich die ganze
Energie
lediglich in eine Verbiegerei umgesetzt wurde. Ordentliches Material (10
mm
Stärke oder mehr) ist hier Voraussetzung! Auch die Schrauben brauchen
entsprechende Zugefestigkeit!
Es kann Sinn machen,
längere Schrauben zu verwenden, um die Hitze besser anwenden zu können
wo man sie braucht: zwischen Werkstück und Abzieherbrücke.
Ich wünsche viel Erfolg. Irgendwann muss das Ding runtergehen (außer
der
böse Vorbesitzer hats festgeschweißt).
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Radlager
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Wer seinen alten Bremskolben
(SR500, Scheibenbremse vorn) nicht entsorgt hat, kann
ihn ideal zum Eintreiben von Radlagern verwenden.
Lagerwechsel
generell funktionieren am besten, wenn das Lager möglichst kühl
und der Lagersitz deutlich wärmer ist. Wenn man die Dinger kalt raus/reinprügelt,
dann leidet der Lagersitz jedesmal ein bisschen, und irgendwann brauchts
Lagerkleber (Loctite 648).
Zum
Erwärmen ein Heißluftgebläse, ne kleine Heizplatte, einen
Gasbrenner mit weicher Flamme (also ohne Sauerstoffflasche) verwenden.
Zum Kühlen des Lagers empfiehlt sich ein Gefrierfach und Lager im
Plastiksack.
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Ausser
Konkurrenz und doch nützlich |
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Der
Kindhammer

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Folgende Regeln führten
zur Anschaffung des Kindhammers:
Anthony´s Law of Force:
Don´t force it; get a larger hammer.
The Basic Rule of
Construction
Cut it large and kick it into place.
Lowery´s Law
If it jams - force it.
If it breaks, it needed replacing anyway.
Das richtige Format
für schwere Aufgaben hat der Kindhammer.
Gut 60 cm lang und
5 Kilo schwer, entspricht er ungefähr Kleinkindgröße.
Sehr kraftsparend,
man muss kaum ausholen.
Und effizient
- meist sitzt der erste Schlag 
Das Mittel der Wahl
zum Schwingebolzen extrahieren, kaputte Elektrikteile vernichten, Radachsen
austreiben, leichte Prellschläge auf Abzieher durchführen ...
In Österreich
(speziell im Bauwesen) sind solche Hämmer auch unter der Bezeichnung
Biagamoasta (Bürgermeister) bekannt.
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