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Worum geht´s
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Was nicht im Bucheli steht.
Die Schwinge ist eine
Schwachstelle wenn man sie nicht pflegt - dann gammelt die Achse und lässt
sich zur Schmierung bzw. zum Tausch der Nadellager nicht mehr entfernen.
An manchen Modellen ist unterseitig ein Schmiernippel angebracht, wodurch
die Nadellager mit Fett versorgt werden können. NICHT versorgt wird
dabei der Zwischenraum zwischen Achse und Stützhülse - und genau
da gammelt es dann. Da hilft nur regelmäßiger Ausbau mit einem
passenden Dorn oder der Ersatzachse (damit die Schwinge nicht außer
Position rutscht) - und fetten.
Eine kaputte Schwingenlagerung
schaut so aus, das stammt von der XT500 eines Freundes:
Die
Radiallager (das sind die die im kleinen Lagersatz enthalten sind)

Die
Stützhülse, auf der die Nadellager direkt laufen (nur im großen
Schwingenreparaursatz enthalten):

Und
wenn die Radiallager schon so aussehen, dann sind auch die Axiallager
(in den Staubkappen) hinüber:

Der XT500 Schwingenbolzen
passt auch (ebenso wie die Hinterradachse übrigens) und ist hohlgebohrt
mit Schmiernippelei - für Schwingen ohne Schmiernippel eine Option.
Damit werden zumindest die Lager gefettet. Man kann alternativ zusätzlich
unten an der Schwinge einen Schmiernippel nachrüsten, die Teile gibts
beim Industriebedarf mit metrischen Gewinden ...
Es sei noch bemerkt
dass es neben der Schmiernippelgeschichte auch unterschiedliche Schwingenversionen
gibt, was die Bremsabstützung angeht (obenliegend oder untenliegend),
mit jeweils anderem Befestigungspunkt der Bremsabstützung.
Die Nadellager als
Schwingenlagerung sind übrigens nicht wirklich ideal da der Drehwinkel
einer Schwinge sehr klein ist und die Nadeln dazu neigen, sich auf der
Lagerhülse einzuschlagen. Eine Gleitlagerung aus Bronze oder POM
kann da mehr.
Und: bei 48T-Modellen
war ab Werk die Schwingendistanzierung nicht korrekt was fallweise zum
Bruch oder Verlust der Schwingenachse führen kann ... besser prüfen,
siehe unten.
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Schwinge ausdistanzieren
(Danke an Squirrel, fpg, Harald, sven, dernic
o.de u.v.m.)
Zur Yamaha Rückrufaktion:
"Die Schwinge
sollte kein Spiel haben, wenn man sie am Ende (möglichst bei ausgebautem
Rad) hin und her bewegt, keinesfalls mehr als zwei Millimeter. Sollte
sie doch ein kleines Spiel haben, so muß das nicht an einem defekten
Lager liegen. Beim Modell 48T wurde zeitweise mit recht großen Toleranzen
gearbeitet, die Schwinge wurde im Rahmen nicht anständig ausdistanziert.
Wenn man die Muttern der Schwingenachse löst, kann man mit einer
Fühllehre das Spiel zwischen Schwinge und Rahmen Messen. Werte von
0,5 mm und weniger sind unkritisch, grössere Abstände sollten
durch Distanzscheiben ausgeglichen werden. Es gab deswegen eine Rückrufaktion
im Jahr 1993. Die Distanzscheiben wurden von Yamaha kostenlos zu Verfügung
gestellt und hatten einen Durchmesser von 40 mm mit einer Bohrung von
16,5 mm, die Dicke ist 0,5 oder 1,0 mm."
Ein paar sehr schöne
Zeichungen und eine Beschreibung zum Thema waren mal hier:
Fabichs Schwingenseiten
Und [hier]
noch als PDF ...
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Zusammengefasst von Frank M.:
Wenn man das Prinzip der Schwingenlagerung erstmal
verstanden hat, ist das richtige Ausdistanzieren auch nicht mehr so schwer.
Die
Schwingenachse zusammen mit der Lagerhülse und den Staubkappen in
den Rahmen bauen (ohne Schwinge) und die Mutter handfest aufschrauben.
Die Luft die dort ggf. noch axial besteht wird mit den großen Scheiben
außerhalb der Staubkappen ausdistanziert (links oder rechts ist
wurscht, vielleicht kann man damit die Kettenflucht noch minimal optimieren).
Jetzt baust du das Ganze zusammen mit der Schwinge und deinen ermittelten
großen Scheiben ein und schraubst die Schwingenachsmutter mit 80
Nm fest. Wenn sich die Schwinge jetzt noch axial auf der Lagerhülse
verschieben lässt, wird dieses Spiel mit den kleineren Distanzscheiben
innerhalb der Staubkappen ausgeglichen. Fertig.
Im Detail:
Die Schwinge muss an
zwei Stellen ausdistanziert werden. Yamaha hatte wegen schlecht ausdistanzierter
Schwingen an an der 48T Anfang der 1990er sogar mal eine Rückrufaktion
gestartet.
fpg: die
48t rahmen sind die pest.... hier sind alle rahmen aus dem mass. die rahmen
wurden bei den 48t mit automaten auf neuen vorrichtungen geschweisst (kann
man an den nähten sehen) ... die 2j4 rahmen sind handgeschweisst,
was andere vorrichtungen voraussetzt. offensichtlich waren die alten rahmenlehren
genauer bzw. hat man bei den 48t den schweissverzug nicht bedacht und
eine korrektur durch den schweisser ist bei solchen anlagen auch nicht
vorgesehen....
alle
48t sind betroffen, nur wenige 2j4 ...
Schlecht ausdistanzierte
Schwingen können zum Bruch der Schwingenachse führen !!! Oder
die Belastung führt zu einem rapiden Verschleiß des Axiallagers
- dadurch verringert sich die Bolzenvorspannung und die Mutter der Schwingenachse
lockert sich. Das kann dazu führen dass während der Fahrt die
Schwingenachse herauswandert -> auch eine böse Sache!
Beides ist schon hin und wieder passiert - auch Leuten im SR-Forum!
Einfach gesagt: das
spiel zwischen schwinge und rahmen darf auf keinen fall durch festziehen
der muttern ausgeglichen werden... (fpg)



Distanzscheiben (von 0,5 mm aufwärts) befinden sich einerseits innerhalb
einer der Staubkappen (6) und andererseits zwischen Staubkappe und Rahmen
(hier nicht eingezeichnet).
An der Kettenseite
sind gegebenenfalls Scheiben IN der Staubkappe. Die Bohrung dieser Scheibe
ist GRÖSSER als die Distanzachse, sie geht beim Zusammenbau quasi
drüber. Mit dieser Scheibe werden Längetoleranzen des Schwingenrohrs
ausgeglichen, also das Axialspiel der Schwinge. Diese Axialscheiben haben
eine große Bohrung(d22+), bei Kedo sind sie einzeln erhältlich:
098822000R Pass-Scheibe Schwingenlagerung 22x32x0.1mm
An der gegeüberliegenden
Seite ist AUSSEN auf der Staubkappe (also zwische Staubkappe und Rahmen)
eine etwas dickere Distanzscheibe deren Bohrung KLEINER als die Distanzachse
ist. Passt also gar nicht in die Staubkappe hinein. Damit werden Längentoleranzen
der Innenhülse der Lagerung kompensiert.
Diese Scheiben haben
eine kleinere Bohrung(d16+) und man sollte sie außer beim Yamahahändler
auch im Industriebedarf bekommen können.
Montagetipp: Die äußere
Scheibe haftet mit etwas Fett ganz gut auf dem Deckel. Beim Einführen
in den Rahmen die Achse gleich in die Bohrung der äußeren Beilagscheibe
stecken und dann ganz durch.
Hier svens geniale
Distanzieranleitung im O-Ton:
Squirrel:
jetzt fehlt nur noch eine Erläuterung , woran ich erkenne wann genügend
"Innenscheiben" drin sind und woran ich erkenne wann genügend
"Außenscheiben"
sven:
Hi Squirrel,
das erkennst Du am Besten bei nicht komplett montierter Schwinge. Fädel
doch mal die Glocken (=Staubkappen), die Scheiben mit der kleineren Bohrung
und die Innenhülse(das lange Rohrstück, auf dem die Nadelhülsen
laufen) im Rahmen auf die Schwingenachse. Zieh die Achsmuttern nicht fest
und prüfe, ob sich das genannte Ensemble auf der Schwingenachse im
Rahmen axial verschieben läßt.
Oder drück alles auf eine Seite und lehr auf der gegenüberliegenden
Seite mit Fühlerlehrenblättern die vorhandene Axialluft zwischen
Glocke und Rahmen.
Wenn das Axialspiel zu groß ist (wie groß ist zu groß?)
solltest Du weitere Axialscheiben einbauen, aber ein ganz klein bißchen
Luft darf und soll schon sein, sonst ist der Schwingeneinbau nachher so
nervig.
So, jetzt weißt Du, wieviel Scheiben mit 16er Bohrung Du brauchst.
Wie Du schon gemerkt hast, ist es praktischer, wenn die in die Glocke
passen. Falls sie dazu zuviel Außendurchmesser haben, kannst Du
sie am Schleifbock verkleinern.
Als nächstes nimmst Du die Schwinge, steckst die Innenhülse
rein, legst die Axiallager drauf und prüfst nun, wie weit die Hülse
noch über die Lager übersteht. Wenn Du das wirklich präzise
machen willst, montierst du noch je eine 16er Scheibe außen, steckst
die Schwingenachse durch, und ziehst außen die Muttern an. Dazu
mußt Du natürlich zumindest auf einer Seite ein Rohrstück
unter die Mutter montieren, da das Gewinde auf der Achse nicht lang genug
ist daß die Muttern fest werden. So, jetzt kannst Du genau prüfen,
wieviel Luft noch zwischen den 16er Scheiben und den Axiallagern ist.
Wenn Du die Muttern richtig festgezogen hast, darf dieses Spiel gegen
Null gehen. Axial vorgespannt sollte die Lagerung nicht sein, das belastet
die äußeren Axiallager.
Noch ein Hinweis von
Harald bezüglich Spiel der Schwinge im Rahmen
:
Wenn die Schwinge zu stramm geht - oder überhaupt stramm geht,
stehen die äußeren Drucklager unter großer Vorspannung.
Das machen die Teile nicht lang mit. Ich meinte damit nur daß man
das Drucklager so ausdistanzieren muß daß nach Anziehen der
Steckachse kein Druck auf das Lager kommt. Kommt Druck drauf gehen die
hopps.
Fred zum Thema:
http://www.sr500.de/wbb3/thread.php?threadid=27058
Titel "hohle Schwingenachse mit Schmiernippeln gerissen"
Die Scheiben mit den
Maßen 40/16,5 mm sind leider keine Normteile, zu beziehen bei Yamaha.
Die anderen sind im Industriebedarf zu bekommen.
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Schwingenachse Tipps
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- Rechtzeitig schmieren
(Ausbau oder eine hohlgebohrte verwenden).
- Mit Kupferpaste
einschmieren bevor man sie wieder einbaut.
- Im Forum auf sr500.de
lässt das Mitglied sr500weisser hin und wieder eine Charge nachfertigen,
die hohlgebohrt und damit abschmierbar ist (Suche nach "Abschmierbare
Schwingenachse" oder HIER)
- die Achse hat
16mm Durchmesser und M16x1,5er Gewinde.
Die Distanzbuchse hat im Lagerbereich 22 mm, hier drauf laufen die Nadellager
der eigentlichen Schwingenlagerung. Die Hülse verbraucht sich dabei,
da die Nadellager keinen Innenring haben. Wenn man die Lager nicht rechtzeitig
wechselt kann man gleich eine Hülse mitbestellen ...
- Die Länge
der Stützhülse wurde von 005rs mal ordentlich gemessen:
Das genaue Längenmaß meiner Lagerhülse beträgt
197,45 mm.
- motorang: Meine
Schwinge hat im Lagerbereich ein Innenmaß von 29,02 mm auf einer
Tiefe (theoretisch Lagersitz) von 26 mm ... die Nadellager sind aber
nur 20 mm breit. Bekäme man schmälere könnte man deren
zwei verbauen auf jeder Seite - die Hülse ist dafür breit
genug bearbeitet (42 mm). Bei Umbau auf Bronze kann man daher die ganze
Breite ausnützen und - bei Anfertigung einer neuen Hülse -
diese im Lagerbereich gleich etwas stärker wählen. 25 mm gehen
noch durch die Schwinge ...
- Umbau von Nadellager
auf Bronzebuchse oder POM gibt bessere Haltbarkeit (Gespannbetrieb ...)
- sven: Die XT-Schwinge
ist im Bereich der Schwingen- als auch der Hinterachse identisch mit
der von der SR (gleiche Breite, gleicher Lagersatz). Allerdings ist
sie etwas kürzer und hat eine minimal breitere Federbeinbasis.
- rei97: Eine
M16 320 8.8 Schraube für 10€, eine Scheibe und eine Polystopmutter...das
Ganze auf 280 mm kürzen und auf max. 0,5mm ausdistanzieren fertig
ist die Sache. Die Schraube kann man mit dem Finger reindrücken,
weil sie untermaßig ist, aber sie kann dadurch nicht mehr festgammeln.
Wasserstoffversprödung durch Korrosion oder innere Kerben wie bei
dem Nippelgewinde kennt die Feldwald und Wiesenschraube nicht.
Die XT hat auch eine Schraube und da ist m.W. bislang noch nichts gerissen.
Genauer:
Die Schraube hatte M16x320 und wurde deshalb länger als die benötigten
280 gekauft, weil die Gewindelänge mit 57 ein Kürzen um 35mm
erzwang. Als Korrosionsschutz verwende ich eine M16 Hutmutter aus V-Stahl
und eine Scheibe mit 3mm Dicke aus VStahl. Die Schraube ist verzinkt,
Rosten tut nichts , an das abgeschnittene Ende kommt wg. der Hutmutter
nichts hin, denn V2A und verzinkt in Tateinheit mit Wasser tut nicht
gut. Das Ganze wackelt im Spiel, bis ca 20Nm die Buchse fest an den
Rahmen pressen, Der Abstand des Innensystems ist perfekt , die Schwinge
läuft sämig nach dem Endanzug auf 100Nm... Da die Schraube
ein gerolltes Gewinde hat, sollte der Festigkeit nichts im Wege stehen.
- Die Achse der
2J4 ist massiv, die Achse der 48T hohlgebohrt und mit Schmiernippeln.
Die XT500 hat eine Schraube dort statt einer Achse mit beidseitig Gewinden.
- Abmessungen
der Axiallager:



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Umbau auf Bronzebuchsen
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Die Selbermachalternative
zum originalen Nadellager. Im Versagensfall etwas moderater, benötigt
aber genausoviel Aufmerksamkeit (Schmierung).
Die XS400 hat beispielsweise serienmäßig Bronzebuchsen an der
Stelle.
Vorteil: Man kann
die Lagerbreite vergrößern und das Lager sehr genau im Spiel
herstellen, wohingegen es da bei der Originallösung fallweise Probleme
gibt:
Hiha: Ich
hatte an mehreren XTs die Erfahrung machen müssen, dass neue Nadellager
nach dem Einpressen trotz neuer Hülse so viel LUft hatten, dass ich
jeden Prüfer verstanden hätte, der den Einbau von Neuteilen
bezweifelt. Drum hab ich Bronzebuchsen gedreht, und seitdem spielfreie
Ruhe. Die Axiallager sind nach wie vor drinne.
Sven:
Ja, kenn ich, insbesondere die Hülse (also das D22xd16er Rohr das
den
Innenring der Lagerung bildet) ist erstens nicht richtig hart, zweitens
zu
untermaßig und drittens mit einer unzulässig großen Rauhtiefe
bearbeitet. (...) Freilich ist die originale Lagerung ein Scheiß,
und zwar nicht wegen der
Wahl der Lagerart (Wälzlager), sondern weil bei der Herstellung nicht
der erforderliche Aufwand getrieben wurde um sicherzustellen, daß
diese
Lager dann auch unter den richtigen Bedingungen arbeiten können.
Die dünne Nadelhülsen werden in kartoffelförmige Bohrungen
eingepresst
und damit sich das Ganze dann noch irgendwie drehen kann wird der
zugehörige Innenring auf 5/100 Untermaß runtergeraspelt ...
sowas
nennt man dann halt ein Scheiß-Geraffel!
Hiha:
Du
musst keine Lager mit angedrehter Axiallauffläche drehen ("Bundbuchsen"),
sondern die Axialscheiben kannst separat einbauen. Andere Mopetten haben
da nur ein paar harte Scheiben drin, das tuts auch.
Passung ist relativ: Ich hab die Buchsen untermaßig gedreht, und
nach dem Einpressen mit einer langen Verstellreibahle mit Konus-Gegenlager
auf Passung ausgerieben. Dann ist das optimal.
Aus
einem alten Fred, von Matthias B.:
Hi,
Ich habe vor ein paar Monaten mal im SR Forum vom Daniel mal einen Beitrag
geschrieben über meinen Schwingenlagerumbau mit Sinterbronzelagern.Wenn
ich nicht so davon überzeugt wäre, würde ich den Versuch
ja klammheimlich unter den Tisch kehren, aber für mich ist der Umbau
die Lösung. Für alle, die es interressiert (und das andere Forum
nicht kennen oder kennen wollen) hier noch einmal eine Kopie davon:
" Habe heute die Sinterbronzelager
von AMTAG bekommen. Montag per Fax best. heute- Freitag- auf Rechnung
gekommen. So muß das sein. Mindestbestellwert sind 25 Euro, habe
also 20 Lager für 31.- (Stk 1,55.-) bekommen. Ließ mir natürlich
keine Ruhe, also gleich rein inne Werkstatt und Probeprobiert.Erste Überraschung;
Buchse läuft auf der Achse (oder besser Hülse) mit leichtem
Spiel, fast unmerklich, aber immerhin. H7 Passung ist das aber nicht,
dacht ich mir. Also rein mit den Buchsen in die Schwinge. Ohne Spezialwerkzeug
(Zugschraube, Hydr.Presse oder sonstwas) nur mit leichten Hammerschlägen
gingen die Buchsen satt rein. Jetzt die Hülse rein, aber da war dann
auch schon die H7 Passung, denn die Hülse geht jetzt schon merklich
satter rein. Zuletzt die orig Axiallager, Staubschutzkappen aufgelegt
und die Schwinge eingebaut. Achse festgezogen, darauf geachtet das sich
die Staubkappen nicht mitdrehen beim ein und ausschwingen der Schwinge.
Alles ok,absolut Spielfrei, der Rest war dann Routine. Alles in allem
bin ich sehr zufrieden (Einbau unter 1 Std.). Jetzt muß man sehen
was der Strassentest so bringt. Den Härtetest wird allerdings erst
mein Gespann bringen, denn bei meiner ruppigen Fahrweise (bevorzugt auf
zwei Rädern) bedeutet das richtig Stress für so ein Schwingenlager.
Ich werde berichten
Gruß Matthias B.
Zitat
von Daniel: "Für Neugierig gewordene - hier die Adresse von
der Fa. AMTAG
AMTAG Alfred Merkelbach Technologies AG
Humboldtstr. 86
40237 Düsseldorf
Tel.0211-96809-0 fax 96809-33
www.amtag.de
Art. Nr. 100201 Typ: AMS BJ 022 029 x022 Sinterbronze, ölgetränkt
einbaufertig, standardtoleranz. Stückpreis 1,55.- bei 20 Stk.
Einbaufertig ist hier wörtlich zu nehmen, keine Drehmaschine, Reibahlen
oder dergl. mehr."
Ich
habe seinerzeit die Buchsen in die Schwingen (habe bisher 4 Schwingen
umgebaut) mit dem Schraubstock eingepreßt. Die Hülse läßt
sich leicht pro Buchse einpressen. Aaaber, wenn beide Buchsen in der Schwinge
nicht fluchten, dann wird es eng. Bei mir war das bei einer Schwinge der
Fall. Natürlich bei der Gespannschwinge (klar, Verzug). Ich habe
mir aber darüber wenig den Kopf zerbrochen. einfach eingepresst,
gut verspannt und einige Male hin und herbewegt. Wurde etwas warm, und
jetzt nach über 30.000 km sieht man leichte Laufspuren in der Bronze.
Porschefuchs
(von motorang zusammengefasst):
Für einen Lagerwechsel ohne Nacharbeit braucht es eine H7 - h6 Passung
/ Gleitsitz mit max. 0,034 Spiel nach alter DIN 7160/61.
Die Buchse muss innen 22,03 - 22,05 im Rohmaß haben bei außen
29,03 - 29,05 mm.
Mit H7 ist die Toleranz der Bohrung der Buchse gemeint (bei 18 - 24 mm
Durchmesser darf diese -0 / + 21 mü (verdammt wie geht das auf der
Tastatur) sein (H = Einheitsbohrung). 1mm = 1000 mü.
Das h6 bezeichnet die Welle, die Zahl (6) den Toleranzbereich, interessiert
eigentlich nur Konstrukteure. Die Paarung der Toleranzbereiche ergibt
dann eben einen Press- Treib- Haft- Schiebe- oder Gleitsitz. Landmaschinenschlosser
bevorzugen den Laufsitz H 8 - d 9 oder ganz brutal H 11 - a 11.
In
meinen Beitrag meinte ich den Bereich zwischen Buchsenbohrung und Achshülse.
Nochmal: die erworbenen Sinterbuchsen sind ohne Nacharbeit (reiben) nicht
verwendbar.
Aber um hier einzusteigen benötigt man das Tabellenbuch Metall und
mein Job in der Qualitätssicherung liegt schon über 10 jahre
zurück, ich bin hier auch nicht mehr sattelfest.
Nachtrag - ich bin von der Büchsenlösung überzeugt und
bei 2 meiner Sr´s waren diese auch schon verbaut. Ich bereite nun
die Schwinge der 3. oder Reserve SR auf!!!
Die Anlassergegenlager in den Getrieben von alten Autos (Porsche/VW) wurden
bis Mitte 60iger so praktiziert und war mit Bronzelager Stand der Dinge.
Wenn der Anlaser sich verkantet hat, war nur die Buchse marode und nicht
das Boschteil - das war gut so finde ich. Früher wurde noch repariert
und nicht ausgetauscht und weggeworfen
Jeanjean:
Bundbuchsen
gibt es auch bei Amtag (damit spart man sich die Axiallager): Art. Nr.
211316 Typ: AMS BV 022 029 036 x022
Da das Axiallager 6 mm dick ist, der Bund der Bronzebuche nur 3,5 mm,
muß man sich 2,5 mm dicke Scheiben als Abstandshalter drehen lassen.
Diese Scheiben natürlich mit Innendurchmesser 22 mm !
Anschließend muß man noch seine Lagerung sauber distanzieren,
wie im Bucheli-Projekt erklärt.
Dazu braucht man eventuell weitere Distanzscheiben mit 16 und 22 Innendurchmesser.
Bei uns im Ort gibt es die Fa. Boie (www.boie.de), die jeden Pfennigartikel
einzeln verkäuft!
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