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motorang-seiten
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| Ergänzung zu
5.5 Das Hinterrad mit Trommelbremse Radnabe und Ruckdämpfer (Kettenblattträger) |
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Worum
geht´s ?
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Vor allem um das Thema "Kettenblatträger" - einer der konstruktiven Schwachpunkte der SR 500. | |
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Was
im Bucheli steht
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Eine perfekte Beschreibung
von Auswuchten, Reifenwechsel, Berechnung der Speichenlänge etc.
Aber anscheinend war beim Zerlegfahrzeug dieser Defekt noch nicht aufgetreten
(was für eine geringe Kilometerleistung spricht). Abnützung im Bereich des KBT (Kettenblatträgers) tritt allerdings an sehr vielen (allen?) SRs auf.
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Ursache und Wirkung
Durch
das nichtschmieren bildet sich ein metallpilz am ende des inneren gleitlagers.
Das entsteht durch materialquetschung wegen des fettmangels. Gleichzeitig
bleibt in der mitte (da wo am innenlager die schmiernut ist) des äußeren
gleitlagers material stehen und wird auch gequetscht. Tipp
von Frank: |
Der Zug der Antriebskette trifft exzentrisch auf den KBT. Ein Großteil der Energie wird über die Ruckdämpfergummis auf das Hinterrad übertragen (wenn diese neuwertig sind) - ein kleiner Anteil führt aber auch zu einer Kippbelastung des KBT. Yamaha hat hier gespart und statt eines vernünftigen Lagers lediglich Fett vorgesehen, das zwischen Nabendorn und KBT Verschleiß mindern soll. Beim Schwestermodell
XT 500 ist die Sache noch mit mehreren O-Ringen abgedichtet, was das Fett
halbwegs an seinem Platz hält. Bei der SR wurden die Dichtringe einfach
weggelassen ... Also reibt der Kettenblatträger fröhlich am Nabendorn, was je nach Häufigkeit der Schmierung mehr oder weniger Verschleiß zeitigt. Wenn man vor dem Kettenblatt auf die Knie geht, es links und rechts packt und kräftig wackelt (zB. rechte Hand vor und linke zurück), dann kippelt der KBT oft um mehrere Millimeter! das ist ein typisches
sr/xt-problem.... wenn der schmiernippel am kettenradträger nur selten
oder garnicht benutzt wird, kommt das ende der radnabe/kettenradträger-geschichte
rasend schnell... ansonsten dauert es nur etwas länger (z.b. 25 jahre...)
bis das geraffel aufgibt....
Prävention (siehe
unterhalb), oder
Natürlich ist auch der Tausch gegen Neuteile (oder sehr gute) möglich - wenn man sie denn kriegt. Bei Schäden in diesem bereich ist meist KBT und Nabe auszutauschen - ein Teil alleine genügt nicht. Wenn man es bekommt, kann man gleich ein XT-Hinterrad einbauen, das die fehlenden O-Ringe serienmäßig eingebaut hat. Das passt und 1,85x18 hat die 2J4-Felge auch. Wenn man mit der etwas anderen Felgenform leben kannst, wäre dies eine günstige Möglichkeit zu einer intakten Kettenblattaufnahme/Nabe zu kommen. Wenn man schon am
Teile bestellen ist, kann man bei KEDO
auch gleich die Teile organisieren: Und sonst: O-Ringe innen: O-Ring außen: Halbringe Staubschutz (Aluscheibe) Staubdeckel XT
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| Analyse | ||
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Erfahrungen von Soulman |
Meine beiden Huddels haben ziemliches Spiel am Kettenrad (Kettenblatt?). Obwohl (oder weil?) ich sie häufig abschmiere. Heute kam das ersteigerte Hinterrad (sehr gut / spielfrei der Wortlaut). Große Freude! Ich wackele dran: Kein Spiel. Ich bring das
Teil in die Garage und denke, ich tu ihm was gutes. Fettpresse geholt
und abgeschmiert. Es kommt eine schwarze Paste raus und... anschließend
hats etwas Spiel. Ich schmiere noch mal ab: Das Spiel wird mehr. Das Spiel wird auch vorher schon da gewesen sein,allerdings kann der der Siff der letzten 25 Jahre alles dermaßen zusammengebacken haben,das erstmal nichts zu spüren war. Wahrscheinlich
hat der Vorbesitzer den Schmiernippel einfach gern übersehen und
das Moped wurde insgesamt wenig bewegt. Das alte Fett ist verharzt (zusammen
mit Abrieb, Schmutz...) und gaukelt so der prüfenden Hand nach Jahren
in der Garage vor, alles wär in Butter. That's life würd ich sagen...
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| Prävention | ||
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Sollte man noch glücklicher Besitzer einer fast spielfreien Passung sein, empfiehlt sich das Nachrüsten der O-Ringe. Die passenden Nuten sind vorhanden! Peter hat das dankenswerterweise
hier perfekt beschrieben: Und dann öfter
mal die Fettpresse ansetzen, und nach den Gummis sehen: Schmieren mit
der Fettpresse, bis das aus den Entlüftungsbohrungen
....jo. und genausowenig hilft es gegen radiales spiel, die monde zu erneuern oder unterzulegen. die sind nämlich nur für das axiale spiel zuständig. eine "verbesserung" erzielt man so nur kurzfristig durch verspannung des ganzen. und das fett ist unschuldig wie ein 2 monate altes lamm. wenn man damit den gammel rausspült, und es danach wackelt, war der gammel schuld und nicht das fett. fett ist *immer* unschuldig! generalamnestie für fett! es lebe das fett!! fett for president! gruß, kohai
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| Reparatur | ||
Hier die Methode von Boscho: 1. Den Nabenstumpf, der den Kettenblattträger aufnimmt, fest mit Teflon-Dichtband umwickeln (bloss nicht sparen!). Anschliessend den Kettenblattträger mit dem grossen GUMMI!!!-Hammer aufsetzen - wenn du es richtig gemacht hast, ist das Spiel weg. Die Methode sollte etwa so lange halten wie dein Kettensatz bei halbwegs guter Pflege. 2. Auf die Ruckdämpfer oben und unten Silikon applizieren (also auf die dreieckigen Flächen, nicht auf die rechteckigen). Dann alles zusammenbauen und einige Tage oder auch Wochen zum Aushärten liegen lassen. Danach ist das Spiel auch weg. Wie es unter Last aussieht, weiß ich zwar nicht genau; wir haben das aber letztens am Stammtisch diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass da eigentlich nicht mehr viel passieren dürfte. Schliesslich zieht die Kette ja nicht sonderlich schräg an und wenn es lediglich ein bisschen wackelt, sollte das nicht weiter problematisch sein. Das Fahrverhalten bessert sich (hinreichend vorhandener Verschleiss an der Aufnahme vorausgesetzt) jedenfalls nachhaltig. Das spricht schonmal für die Reparatur... |
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KEDO zu Hamburg bietet die fachgerechte und dauerhafte Reparatur durch Umbau an [Klicken für Zitat aus dem Katalog 2004] Der Kettenblattträger wird beim KEDO-Umbau nicht mehr auf der Nabe gelagert, sondern wie allgemein üblich auf der Radachse. Um diesen Preis kann man das nicht woanders machen lassen. Alternativ wäre nur noch Selbermachen angesagt - dazu unten mehr von fpg. |
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1. Umbau auf Hinterrad
von der MZ
Gerade für Gespannfahrer ist dieser Umbau geradezu DIE Lösung. Der Umbau ist simpel, da reicht eine Drehbank für kleine Distanzstücke voll aus, denn die Steckachse hat "nur" 15 mm, anstatt der 17er einer SR. Oft ist es mir schon passiert, das an der SR Nabe die Lagersitze im Alu sich aufweiten (bei scharfer Fahrweise). Das passiert an der MZ nicht, denn hier ist die Wandung 8mm stark, anstatt der 4mm in der SR Nabe. Stoßdämpfer, Kettenseite, alles kein Problem. wenn man dias Hinterrad der 500er MZ (silverstar usw.) nutzt, hat man auch den Vorteil eines angeschraubten Kattenblattes, an den älteren MZ ist das Kettenblatt im Träger eingegossen. Da man aber kaum noch Verschleiß hat, konnte sich MZ das leisten. Außerdem kostet der Ersatz komplett mit Kette, Ritzel nur 60 € (bei Zweirad Schubert). Nimmt man das Hinterrad der früheren ETZ 250 (nicht die 251), dann kann auch die Alufelge mit 2,15 WM /18 beibehalten werden. 2. Stabilisierung
des Original-KBT mit 6 Schrauben Aber: ich habe
auf die Ruckdämpfung nicht verzichtet. Obwohl ich glaube das deren
Einsatz zur Schonung des Getriebeausgangslager höher bewertet wird
als es tätsächlich der Fall ist, immerhin hatte man früher
auch keine Ruckdämpfer eingebaut (altes Royal Enfield Patent, ich
glaube so um 38`rum). Ein alter Zweiradmeister meinte dazu einmal: die
Ketten waren früher in einer dermaßen schwachen Qualität,
das man sich um Gedanken des sanften Anrucks (tolles Wort) ernsthaft kümmern
mußte - Ketten waren teuer, daher der Ruckdämpfer. Nun ist
ja einige Zeit vergangen, und man muß sich sicher keine Gedanken
mehr zur Ketten und Lagerqualität machen. Im Kettenradträger minimal (ca 3mm) als Langloch ausgeführt, sodaß die Gummis immer noch voll zur Wirkung kommen. Dank der Stopmuttern werden diese auch nicht bombenfest angezogen (kein Wunder bei 6 mm) sodaß eine Schiebebewegung noch zustande kommen kann, eine Zugbelastung (wackeln des Kettenradträgers) aber ausgeschlossen wird. Alles klar ???? Hat 5 Minuten Umbau gekostet, ganze Harte brauchen dafür noch nicht mal das Rad ausbauen. Material: 6 Inbusschrauben 10.9 50X6mm - also Pfennigsartikel. Alle Kräfte werden vom Gummi aufgenommen, die Schrauben haben nicht viel zu halten. Ich fahre seit ca 10000 km damit.Es kann auch nichts dabei passieren, selbst rückrüsten ist möglich, man hat dann halt nur 6 kleine Löcher. Letztens ist mir mal eine Schraube gebrochen, weil da das Langloch nicht lang genug war, und die arme Schraube die ganze Übertragungskraft aufnehmen mußte. Das nimmt sie dann doch übel. Matthias B. Anmerkung dazu von
Hansi.2: |
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Anmerkung von Matthias
B. dazu: Helferlein: Sven: Original von Matthias
B. Sven: |
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Der Mann ohne Namen hat eine schöne Anleitung auf seiner Seite, die einen Umbau ähnlich der KEDO-Methode beschreibt: http://www.fpg.privat.t-online.de/homepage/html/nabe.htm Danke, fpg! |
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Frage von Lagaffe: Sven (Diskussion
von motorang gekürzt): Die Arbeiten an der Ruckdämpferplatte sind auch nötig auch wenn man die weniger breite bremsankerplatte der sr anstatt die der xt600 verwendet. Und zwar um die korrekte Flucht von Kettenritzel und -blatt einzuhalten: Du mußt die Nabe so weit nach links montieren, daß erstens die originalen Stehbolzen vom der Ruckdämpferplatte vorn an der Schwinge streifen würden, und zweitens der Anguß für den Simmerrring links vom Lager der Ruckdämpferplatte am Kettenspannbügel angeht - es sei denn, du baust dir ein gekröpftes Kettenblatt! Die Bremsankerplatte
von der 600er passt in eine SR/XT Nabe- aber nicht richtig in die Schwinge. Anmerkungen von
porschefuchs: Habe das noch auf
der XT site gefunden Faustregel von
methusalem47 |
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