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Das BUCHELI-Projekt - SR 500 FAQ Hinweis:
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zu 1.5 Wartungs-,
Pflege- und Einstellarbeiten Antriebskette: Kettenöler, O-Ringkette, Übersetzungen, Einstellen |
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Im Überblick die Kettendimension (danke Wikipedia): SR500
48T: 1/2 x 5/16 x 8,51 (428) original 104 Rollen Aufgeschlüsselt:
Kettenteilung x Rollenbreite x Rollendurchmesser Seit die SR das Licht der Welt erblickte hat sich auch auf dem Kettensektor einiges getan. Abgedichtete Ketten wurden zum Standard (O-Ring, X-Ring). Es gibt sie in denselben Dimensionen, sie sind pflegeärmer weil die Abdichtung die Fettfüllung am Entschwinden hindert. Pflegen = reinigen und fetten sollte man sie trotzdem, weil auch "außen" Verschleiß passiert. Die Gummidichtungen verreiben früher, die Reibung von Kette auf Zahnrad trägt mehr Material ab, die Kette erwärmt sich stärker. Wenn man die klassischen
Rollenketten fahren will, kann man auch Industrieware nehmen, die es von
der Rolle gibt, billig. Man erkundige sich im Industriebedarf. |
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Meine Favoriten sind Kettenfließfette zum Pinseln - nebensteheder Kanister sollte bis an mein Lebensende reichen :) Man muss ja auch O-Ringketten und X-Ringketten ölen - die Rollen selbst sind ja sonst ungeschmiert, die Ringe dichten nur die Gelenke/Bolzen ab. Das Edelste sind Kettenöler, deren bekanntester der Scott-Oiler ist. Im Netz kursieren aber auch einige Bauanleitungen, von manuell über halbautomatisch bis mikroprozessorgesteuert ... Das Prinzip ist einfach: ein Öltank ist im Heckbereich montiert, und über eine Regelung wird Schmierstoff tröpfchenweise auf die Kette gebracht. Die Regelung kann viele Faktoren berücksichtigen: Fahrgeschwindigkeit, Niederschlag, Motorlauf, Außentemperatur, ... Hartmut Dix hat den
MCCOI-Oiler an seiner XT660 X Bj. 2004
perfekt eingebaut. So zum Ahnung kriegen recht interessant: Anleitung
als PDF, 1100 kB |
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ABER: er kann nicht eine schlecht gespannte oder überlängte Kette retten! Eigentlich wird sowas nur bei Enduros/Crossern eingesetzt, wenn aufgrund Schwingenkonstruktion/Federweg das große Schlabbern auftritt (aber NIE so viel dass die Kette abspringen könnte!!!). Gegen das Abspringen gibts da andere Vorrichtungen, meist Schleifklötze und Anschlagrollen in Schwingenlagergegend oder auch geschlossene Polyamidführungen. WEIL: der Kettenspanner ist völlig unwirksam wenn man zB vom Gas geht und hinten bremst. Dann schiebt das Hinterrad die Kette in Richtung Antriebsritzel (oberes Kettentrum), das untere Kettentrum macht mit dem Spanner in solchen Momenten was es will (mühelos). Wenn die Kette zu löcker gespannt ist, wird oben am Ritzeleingang Fürchterliches passieren, ob mit Kettenspanner oder nicht. Und wenn man Glück hat kann man es mit Kaltmetall wieder flicken ... Wenn eine Kette abspringt,
war die Karre schlecht gewartet, oder es ist sehr kurz vorher was passiert
(Kettenschloss aufgegangen, Führungsstück verloren, Hinterachse
locker, ...). Sonst gibt es das nicht. |
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Die "ungleichmäßige Längung der Kette" ist vielleicht auch nur das Symptom, dass beim Einstellen der Kette bei unterschiedlichen Radstellungen unterschiedliche Kettenspannung auftritt. Das kann aber auch an steifen Kettengliedern liegen (vor allem wenns kalt ist und das Fett zäh). Eine Antriebskette kann sich nur derart ungleichmäßig längen, wenn Sie einmal viel zu straff gespannt war und beim Einfedern im Stand überdehnt wurde ... Ich würde annehmen, dass ein Ausbau mit ordentlicher Reinigung (Diesel), neu fetten und ein Glied kürzer wieder einbauen eine Möglichkeit wäre - falls nach dieser Prozedur die Spannung über den Kettenumfang halbwegs gleichmäßig bleibt, sich also gut einstellen lässt. Wahrscheinlich sinds nur verklebte/verharzte Kettensegmente die den Ärger machen. Die Kette reißt nicht und springt auch nicht ab, wenn die Kettenräder OK sind, und die Kette richtig gespannt und noch halbwegs in Ordnung (beweglich) ist. Ich nehme an die Kettenradprüfung ist bekannt? Am hintersten Ende des Antriebskranzes die Kette vom Zahnrad ziehen - sie sollte maximal bis zur halben Zahnhöhe heruntergehen. Im Bucheli steht wie man den Verschleiß misst, am Beispiel der 530er Kette: Dann weißt Du wie groß der Verschleiß wirklich ist (Grenzwert liegt übrigens bei 2% Längung). Falls Du das Buch grade nicht da hast: Die Teilung der 530er-Kette ist 5/8x3/8 Zoll. 5/8 Zoll ist dabei der Abstand der Niete, das sind 2,54 x 5 / 8 = 15,875 und aufgerundet 15,9 mm. Auf eine Kettenlänge macht das lediglich 2,5 mm Fehler aus; die erlaubte Längung beträgt hingegen satte 32 mm. So viel zur Relation ... Zähle an der ausgelegten Kette die Anzahl der Niete ab (etwas mehr als 100 sollten es sein). Dann Anzahl der Niete minus eins, und das Resultat mit 15,9 mm Nietabstand malnehmen (das wäre der Neuzustand). Dann miss nach wie lange die Kette von der Mitte des ersten bis zur Mitte des letzten Niets wirklich ist. Wenn die Differenz mehr als 2% beträgt: wegschmeißen! Also gemessener Abstand dividiert durch rechnerischen Abstand muss kleiner sein als 1,020! bei 1,015 würde ich schon mal überlegen eine neue Kette zu kaufen, weil allzu lange hält sie dann nicht mehr (Verschleiß beschleunigt sich gegen Ende ...) Üblicherweise
werden dann auch Ritzel und Kettenblatt zu tauschen sein ("Kettensatz"). |
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Endlosketten sind natürlich haltbarer, weil jedes Kettenschloss ein potenzieller Schwachpunkt ist (Montagefehler etc). Allerdings muss man dazu die Schwinge (tei-) ausbauen. Endlosketten sind bei starken Maschinen empfohlen, für die Standard-SR aber unnötig. Eine Zwischenlösung
sind Nietschlösser, die entweder mit Verschraubung oder mit dem Hammer
funktionieren. In beiden fällen wird eine Verbindung hergestellt,
die sich nur noch mit Gewalt trennen lässt. |
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Meine Lösung
zur Ritzelsicherung: |
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Am
sichersten kannst du die Kette einstellen, wenn du mindestens
einen, notfalls auch beide hinteren Stoßämpfer ausbaust. Nun
mit Ratschengurten die Schwinge so weit hochziehen bis die Antriebswelle,
die Schwingenlagerung und die Hinterachse eine gerade Linie bilden. Hiha: Wenn man eine trockene Kette nach langer Zeit wieder mal schmiert, wird sie beträchtlich länger, das ist normal rei97: Ein weiterer Grund für Schlabbereien kann Spiel im Kettenblattträger und/oder in der Schwingenlagerung oder sogar ein lockerer Motor sein.
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