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motorangs MITSUBISHI L300 FAQ
Ein paar Dinge über den L300 4x4 2,5 TD mit 4D56-Motor (64kw/87PS)


Elektrik - Heizung - Innenausstattung - Sonstiges

*** SEITE IST NOCH IM AUFBAU ***
 Hinweise, Anmerkungen, Ergänzungen, Fehlerkorrekturen gerne an mich!

   
  
   

 

  
   

    Lampen
Der L300 braucht bei den neueren Baujahren (Ellipsoidscheinwerfer) als Fernlicht schnöde H3 Birnen, die sonst in Zusatzscheinwerfern Verwendung finden.
Das Fernlicht ist in manchen Ländern parallel geschalten, dann brennt der Fernlichtfaden vom einen Scheinwerfer und der ellipsoide Bursche gleichzeitig.
Innenbeleuchtung: Speziell kurze Soffitten mit 12V 10W - zumindest ist vorne über dem Rückspiegel so eine drin. Bekommt man beim Boschdienst um schwach die Hälfte des Mitsubishi-Ersatzteilpreises:
"Soffitten-Lampe 12V 10W Japan"
OSRAM 6438
Länge 31mm
   


   

Gardinengleiter/Vorhanggleiter
Der L300 hat eingebaute Vorhangschienen. Bei Mitsubishi gibt es nur noch komplette Vorhänge um ein Höllengeld. Standardgleiter aus dem Zubehör (Camping, Gardinenfachgeschäft) passen nicht.
Wenn nur der Haken abgebrochen ist, der Gleiter aber noch OK, dann kann man neue haken aus dem Baumarkt verwenden (Clipsystem).
Bei REIMO etc gibt es sogenannte "Gelenkgleiter". Die passen NICHT in die Original-Mitsubishi-Vorhangschiene weil sie zu klein sind und praktisch rausfallen. http://www.reimo.de > Volltextsuche > "Gelenkgleiter" Artikel 4/5 und 8

1) REIMO Gelenkgleiter besorgen (die, die zu klein sind für die Originalschienen)
2) Originale Metallschienen (Edelstahl) ausbauen
3) Schienen im Schraubstock Stück für Stück etwas zusammenklemmen, so dass die Öffnung gleichmässig schmaler ist und für die REIMO-Gleiter passt
4) Gleiter einfädeln
5) Wieder anschrauben
Fertig.

   


   

Lichtmaschine
Ziemlich speziell weil mit Unterdruckpumpe versehen (Lenkung). Original 65 Ampere.
Lässt sich aber gut regenerieren (Kohlen und Lager tauschen). Sitzt relativ tief, also Vorsicht nach Wasserdurchfahrten (Schlamm).


Das vordere Lager ist mit einer Metallplatte fixiert und lässt sich nach Abschrauben dieser einfach von Hand abziehen. Das hintere Lager ist hingegen auf der Welle aufgepresst und mit einem normalen Abzieher nicht runterzubekommen, da dort nur ein wenige mm breiter Spalt zum Einsetzen des Abziehers ist (zwischen Lager und Rotor-Kern).
Die drei Schrauben, mit den die Lima zusammengehalten wird, kann man, sollten die Köpfe runddrehen, aussen am Gehäuse durchsägen. Das ist einfacher, als sie rauszubohren. Anschliessend nimmt man den vorderen Gehäuseteil ab, der Stator kann für den Lager-Tausch am hinteren Gehäuseteil bleiben. Also bitte nicht zu viel demontieren, denn da hängen die starren Cu-Drähte dran.
Man zieht dann die Achse samt Rotor, hinterem Lager und Schleifring aus dem hinteren Gehäuseteil ohne Widerstand raus. Die Kohlen bleiben dabei in ihren Führungen, denn sie hängen an der Zuleitung. Beim Zusammenbauen kann man die Kohlen zunächst von Hand in die Führung drücken und dann von aussen durch ein extra dafür vorhandenes Loch mit einem Draht fixieren. Fand ich nett von den Konstrukteuren, das mit diesem Montageloch. Achse inklusive dem ganzen Gelumpe wieder reinsetzen, Kohlen-Fixierdraht rausziehen und fertig.
Die Lager sind im Gegensatz zu normalen Pkw-Limas vollständig gekaspelt und dürften an sich von Schlammdurchfahrten nichts abbekommen.
Austauschlimas bei http://www.duwrepair.de/index.htm?homeduw

Im guten KFZ Elektikbedarf gab es von MonarkDiesel Ersatzkohlen (D22525 Hamburg, Art. Nr. 088 269 017)

Bei http://www.yabazzo.de gibt es die für 177 EUR incl. Versand in 24h per UPS/Nachname.
Unterdruckpumpe auf der LiMa (für Bremskraftverstärker) saugt mit ca 0,8 bar.

Man kann sich auch auf die Suche nach einer Autoelektrik-Reparaturwerkstatt machen. Dort wird die Lima auf dem Prüfstand gecheckt und ggf. repariert. Beispielsweise Fa. Häckner, Rudolf-Diesel-Str. 31, 97424 Schweinfurt, Tel. 09721 - 6 06 29

Lichtmaschine und Wasser/Schlamm
Die Lichtmaschine liegt relativ weit unten. Am besten man gönnt dem Auto nach dem Schlamm einen Tauchgang im sauberen Wasser. Probleme gibt es selten und unter ganz bestimmten Bedingungen (ordentlich schlammiges Wasser, danach "Trockengang"). An der Lima geht dadurch nichts kaputt, sondern die Kohlen werden durch ausgetrockneten Schlamm fest. Die Lager sind gekapselt und dürften somit schlammresisten sein.
Die Reparatur dauert ~2h, Lima einfach abmontieren, Kohlen mit viel Wasser reinigen, wieder zusammenbauen und fertig. Eventuell hilft es sogar schon, die Lima bei laufendem Motor mit Wasser (Gartenschlauch) zu spülen.

Beim Zusammenbau der Limadrauf achten, dass die Kohlen nicht beschädigt werden. Es gibt da irgendwo quer zu den Kohlen ein kleines Löchlein, durch welches man einen Draht durchschieben kann, welcher die Kohlen zurückhält, erst dann kann man die Lima zusammenbauen. Danach Draht rausziehen und alles paßt.

Mehrere Warnleuchten die gleichzeitig angehen - inklusive der Ladekontrollleuchte - deuten auf ein Lichtmaschinenproblem hin. Mehrfach geschehen bei Automatikfahrzeugen: Ladekontroll-, Dieselfilter- und Automatiköl-Leuchte.

Lichtmaschinen-Reparatur:
Das vordere Lager lässt sich einfach wechseln, ebenso die Lima-Kohlen.
Sven:
Das Hauptproblem ist eher der Ein- und Ausbau der Lima der etwa 1h dauert. Die Angabe, dass das Löten dort nur von Fachleuten und äußert schwierig sei, ist m.E. nicht richtig, die "empfindlichen" Dioden sind cm-weit weg, und diese Dioden sind sehr robust und in Metall gekapselt, die machen einiges mit.

   


    Radio
Der L300 hat zwei Steckverbinder, passende ISO-Adapter für heutige Autoradios gibt es im Autozubehör um wenig Geld.
   


   

Batterie
Ältere Modellen sind hierzulande (Winterbetrieb) ab Werk mit zwei kleinen parallel geschaltenen Batterien ausgestattet. Diese lassen sich problemlos durch eine einzige größere ersetzen. Verbaut: 2x60Ah, 2x70Ah, 1x100Ah (hab ich), 1x120Ah.
Wenn die Batterie öfter mal leer ist und extern nachgeladen werden muss, ist es schlau der Ursache auf den Grund zu gehen anstatt einfach eine neue Batterie zu kaufen.

1) Gibt es heimliche Verbraucher im Auto? Zur Prüfung braucht es nur ein Amperemeter und etwas Vorsicht, damit man keine Rauchzeichen produziert. Manch ein Autoradio oder Endstufe zieht bei ungeeignetem Anschluß schon 500 mA permanent. Man trennt bei abgezogenem Zündschlüssel einen Batterieanschluss, hängt das Messgerät dazwischen (Ampere Gleichstrom, höchster Bereich) und liest den Wert ab. Alles >0 ist verdächtig ...
2) Die Ladespannung sollte möglichst 14,5 V erreichen, aber nie übersteigen. Jedes 1/10 Volt weniger reduziert die erreichbare Ladeleistung.
3) Der Ladestrom läßt sich nur mit einer Strommesszange problemlos messen. Zusätzlich braucht es noch einen Belastungswiderstand. Der Boschdienst, Autoelektriker oder eine gute Werkstatt hilft da weiter. Die Sollwerte stehen in der Regel auf der Lichtmaschine. Wichtig ist es zu prüfen bei welcher Motordrehzahl diese Werte erreicht werden.

Bei den Dieseln ist die Lichtmaschine mit ihren 65 Ampere relativ knapp dimensioniert und ungünstig übersetzt. Wenn der Motor recht untertourig gefahren wird, dazu Kurzstreckenverkehr mit vielen Startvorgängen, Zusatzbelastung wie: ständig Licht an, Heckscheibenheizung, Heizgebläse etc., dann hilft die beste Batterie nicht weiter.

Auch kann bei Startproblemen die Batterie sulfatiert sein. Dann liefert die Batterie zwar noch die übliche Zellspannung, aber sie kann keine Energie mehr abgeben, weshalb die Spannung beim starten einbricht. Test: Batterie einmal über nacht vollladen und dann die Spannung beim Starten messen. Bricht die weit unter 10,5 V ein, so dürfte die Batterie hinüber sein.
Manchmal reissen kaputte Batterien den Lima-Regler noch mit in den Tod ...

Startprobleme können auch durch verschlissene Kohlebürsten der Lichtmaschine ausgelöst sein.
Die Ladekontrollleuchte verlöscht dann fast vollständig (nur in der Dämmerung sichtbar) weil noch Spannung erzeugt wird, da die Kohlen aber fast keine Berührung mehr habe fließt nur ein sehr geringer Strom. In der Autoelektrikwerkstatt mit einem Zangenamperemeter gut feststellbar.

   


    Waschwasser
Der Tank fürs Waschwasser vorne sitzt an der rechten Seite des Beifahrer-Fußraumes. Man kann ihn zum Befüllen herausziehen, er ist seitlich in einer Art Schiene gelagert, die am Endpunkt einrastet. Ziehe den Tank mit etwas Kraft in Richtung
Beifahrersitz, dann müßte er herauskommen. Manchmal steckt er infolge Rost ...
Das Waschwasser für die Heckscheibe wird unter der Heckplappe eingefüllt, an der rechten Seitenwand ist hinten ein schwarzer Stutzen zu sehen.
   


    Ersatzteile generell
Da die Teile fallweise knapp sind, macht es Sinn weitere Quellen anzuzapfen.
Ausländische Mitsubishi-Teile: http://www.4x4travel.org/phpBB2/viewtopic.php?t=2000
Mitsubishi hat die alte Pajero-Baureihe an Hyundai verkauft, die den Galopper auf den Markt brachte. Viele Teile sind baugleich und austauschbar, beispielsweise manche Getriebeinnereien, Drehstäbe etc.
Der auch als Allradbus erhältliche Hyundai Starex H-1 bzw. H100 sind direkte Nachfolger des Mitsubishi L300 bzw. L400.
Manche Teile passen auch von Toyota-Bussen, beispielsweise bei den Spiegeln könnte das vorkommen. Vielleicht ein guter Tipp wenn man mal auf dem Schrottplatz ist.
   


    Schiebefenster
Ausbau eventuell ähnlich wie beim Galopper: Gummi stückchenweise samt Scheibe rauszupopeln
Das WHB sagt:
Bei geschlossener Scheibe das Seitenfenster nach außen drücken und die Dichtlippe des Dichtstreifens entlang des Umfang
anheben.
Hinweise zum Einbau:
Einbau der Kantenverkleidung, jegliches auf der vorderen Seitenfensterscheibe und der Kantenverkleidung verbliebene
Klebemittel entfernen. Falls Öl oder Schmiermittel anhaften,
im Isopropylalkohol entfernen und Primer an den abgebildeten Stellen
auftragen. Die mit Primer beschichtete Fläche nicht berühren.
Ein Schicht des vorgeschriebenen Dichtmittel 3M Brand Window Weld Ribbon Sealer-08611 oder
gleichwertig auftragen und die Kantenverkleidung dann auf die vordere Scheibe installieren.
Die Dichtungsgummis schrumpfen im Alter. Leider kosten die Dinger bei Mitsubishi ein Heidengeld ... über 90 Euro - pro Seite und ohne Steuer ...
   


    Einbau einer Zweitbatterie/Bordbatterie
http://www.4x4travel.org/phpBB2/viewtopic.php?t=727
http://www.4x4travel.org/phpBB2/viewtopic.php?t=3732
   


    Türschloss hängt
zumindest beim Pajero: hinteres Türschloss
Wennn ein Schloss hängt: wenn man sich bückt und den Griff von unten anschaut, sieht man neben dem Hebel links und rechts kleine Öffnungen.
Hier Kriechöl reinsprühen um eine steckende Türmechanik gängig zu bekommen - es gibt da einen kleinen, federbestückten Hebel hinter dem Plastikgriff, der gerne festrostet. Ansonsten Türverkleidung lösen - ist mit Plastikstöpseln gesteckt. Mit einer Spachtel oder ähnlichem Werkzeug drunterfahren und anheben. Ideal ist ein zweizinkiges Werkzeug, beispielsweise eine Bratengabel ...
   


   

Radiostörung durch Scheibenwischer
Ideen:

  • Kann sein das irgendwo ein Kabel angescheuert ist und an der Karosserie Kontakt macht. Meistens ist es das Antennenkabel das mit der Abschirmung Kontakt macht.
  • Schlechte (hängende) Kohlen im Scheibenwischermotor liegen, dann gibts Funken, die sind hochfrequent und können stören.
    Kontaktspray in den Scheibenwischermotor ist einen Versuch wert.
  • Masseband zwischen Karosserie und Motorhaube verbauen
    (Kontaktstellen ordentlich blank machen!). Damit ist der Motorraum wieder
    ein schöner Faradayscher Käfig undsomit gut abgeschirmt.
  • Entstörung vom Wischermotor kaputt (wahrscheinlich mit Kondensatoren entstört - etwas locker/gebrochen?)? Eventuell Motor tauschen.
  • Filter beim Radio einzubauen.
   


    Zusatzheizung im Heck ausbauen
Zusatzheizung im Heck (unter der mittleren Bank) für den Sommer ausbauen ist weiter kein Problem. Die Löcher im Boden mit Dichtmasse und entsprechendem Blech verschließen. Die Heizungsleitung mit einem 180 ° Bogen kurzschließen. Vor dem Durchgang durch den Fz. Boden sind Schläuche verbaut. Dort ist der Kurzschlussbogen verbaut.
(Das Kurzschließen hätte beim Betrieb mit Pflanzenöl den Vorteil das die Spritleitung dann mit der Heizungslleitung erwärmt werden kann da diese weitgehend parallel verläuft.) Beim L300 bietet sich auch an einen Warmwasserbehälter im Radlauf links einzubauen und diesen mit einer Schleife und dem bestehenden hinteren Heizzweig aufzuwärmen. In deisem Fall müßen die Leitungen nur durch die Seitenwand des Einstiegs geführt werden.
   


    Ladekontrollampe
Bei den meisten Drehstromlichtmaschinen kommt die Erregerspannung über die Ladekontrollleuchte.
Das bedeutet umgekehrt, daß eine defekte Ladekontrollleuchte eine völlig intakte Lima außer Gefecht setzen kann.
   


    Notsitz mit Sicherheitsgurt
Der L300 7+1-Sitzer hat auf der rechten Seite genau die gleichen Befestigungsbohrungen
für einen Automatikgurt wie links. Daher muss man sich nur einen L300 Gurt vom Schrott beschaffen. Am unteren Punkt muß allerdings die Vekleidung ausgeschnitten werden. Oben ist das Gewinde auch abgedeckt.
Leider fehlt das Gewinde fürs Gurtschloß am Notsitz so dass man bis an das Beckengurtgewinde der mittleren Bank must um das Gurtschloß festzuschrauben. Beim Ausbau des Spendergurtes alle Befestigungsteile mitnehmen, die Schrauben sind spezielle (7/16-20 UNF oder M11x1,25)
   


    Hochdach
Dachausschnitt/Spriegel: Falls man vorhat, mit dem L später auch mal ins Gelände zu fahren, sollte man die originalen Spriegel soweit wie möglich drin lassen. Ein umlaufender Rahmen bringt hier zusätzlich Stabilität in den Dachausschnitt..
Beim L wird fürs Reimo Hubdach nur ein Spriegel im Bereich der C Säule entfernt. Alle anderen bleiben drin.
Probleme mit Karosseriesteifigkeit sind bei den meisten Umbauten (auch bei Geländeeinsatz) nicht bekannt, da der Wagen einen integrierten Grundrahmen hat der ausreichend steif ist. Es kann allerdings sein (ist vorgekommen) dass die Schiebetüren dann schlechter laufen, wenn die Verschränkung stark ist.
   


   

Sitzbänke
Gewinde zur Verankerung der hinteren Sitzbänke: M10x1,25.

   

 
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