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Satzung
(Der Begriff "Alteisentreiber" ist geschlechtsneutral zu lesen. "AlteisentreiberInnen" ist einfach zu mühsam. All diese Worte richten sich ebenso wenn nicht nochvielmehr an frauliche Wesen. Danke.)



Die Alteisentreiber-IG Austria (AIA) dient als Interessensgemeinschaft der Vernetzung von Fahrern und Fahrerinnen alter Motorräder (österr.: "Eisen") mit und ohne Beiwagen, zum Zwecke des gemeinsamen Zangelns, Fahrens und Reisens, sowie des gegenseitigen Austausches (und Besuchens wenn in der Nähe und erwynscht) und was sich daraus halt ergibt. Demzufolge ist die IG ein nicht gewinnorientierter, loser Zusammenschluss Gleichgesinnter.

Vorgenannte Gleichgesinnte finden sich auf der monatsaktuellen Mitgliedslyste, und bei Interesse in einem zugangsgeschytzten Forum (Kontaktlyste), und können sich ergo gegenseitig ausfyndig machen und kontakten.
Der URL der AIA fyhrt auf diese Seite und lautet: http://motorang.com/AIA
oder kurz: www.aia.at.vu


Das Fahrzeug

... hat zwey oder drey Räder und ist mindestens 20 Jahre alt (Russen, Chinesen, Tschechen, Inder und gleichwertige Konstruktionen auch weniger).

Es darf höchstens einmal jährlich in eine Fachwerkstatt (zum Pickerl) und wird ansonsten selbst gewartet und repariert.

Originalzustand und Chromglanz sind yblicherweise nicht mehr gegeben.


Die Artgerechte Haltung

Das Fahrzeug muss im Alltage und auch bei Schlechtwetter (flott) bewegt werden.

Dem Schotter ist der Alteisentreiber nicht abhold, stellte dieser doch früher den meist verfügbaren Straßenbelag dar und macht auch heute noch viel Spaß.

Auch der Winter zählt zur Motorradsaison (bei manchen besonders geeigneten Fahrzeugen sogar fast ausschließlich).


Der Fahrzeughalter


... muss persönlich zangeln, und das Fahrzeug mit Bordmitteln notfalls bis Bukarest fahren können. Die entsprechenden Bordmittel sind im Alltage
mitzufyhren (Draht, Zangl, Löschpapier etc).

AIA-Mitglieder reihen sich nicht in die Tradition wilder lautstarker Horden mit strenger Hierarchie und männerbyndlerischem Gehabe, sondern fyhren ein Leben in wechselseytigem Respekt (was aber das Mittel subtiler Provokation allein durch optische Erscheinung nicht ausschließt).

Die Bewältigung selbst gestellter Aufgaben ist ihnen wichtiger, als verständnislose Mitmenschen von der Richtigkeit irgendeines Lebensstiles zu yberzeugen*.
Zur AIA-Mitgliedschaft gehört eine Geisteshaltung, die sich nicht nur an Äußerlichkeyten festmachen lässt.

*) Anmerkung unseres Barden: Verständnislosen Mitmenschen kann dies logischerweise auch nicht mit Worten erklärt werden, ohne Verständnis ist das Verstehen-können ja auch kaum ermöglicht. Diese allerdings zum Staunen zu bringen oder sie zum Lachen zu bringen wirkt wesentlich nachhaltiger, bringt sie viel-leicht zum Verstehen wollen.


Die Mitgliedschaft

Voraussetzung fyr die Vollmitgliedschaft ist die Teilnahme an einer Ausfahrt des AIA, sowie die Fyrsprache der beteiligten AIA-Mitglieder und ein österreichischer Wohnsitz.

Die "Mitgliedschaft" ergibt sich aus persönlichen Empfehlungen bzw. nachweisbaren Heldentaten (Frostzelten, Improvisatorisches Reparieren etc.) und ist manifestiert per Eintrag in der [Mitgliedslyste]

Das Zentralkomitee (dzt. Uwe und Andreas) entscheidet über die Aufnahme.

Ehrenmitgliedschaft:
Die Mitglieder des ZK vergeben bei Bedarf den Titel des "Mitglied h.c. der Alteisentreiber-IG Austria". Beispielsweise für ehrenwerte Alteisentreiber, die es noch nicht zu einem alpenrepublikanischen Wohnsitz gebracht haben (wir haben ja alle unsere Fehler ...) und damit auch nicht zu einer Ausfahrtsteilnahme.


Die Rechte und Pflichten


Herbert Tichy: "Zum heiligsten Berg der Welt" - ©Edition Sonnenaufgang
(erscheint Mitte 2006)


Missionierung:
Die Botschaft von der Existenz der AIA soll bis an die Grenzen Österreichs und daryber hinaus getragen werden, vorzugsweise durch Ansprechen oder das Anbringen geeigneter Zettel an geeigneten Eisen.
Die frohe Botschaft der Wertschätzung oft scheinbar unbrauchbarer Alteisen, sowie deren liebevoller Wiederverwertung und Weiternutzung ist so zu verbreyten.
[Vordruck: 16 Karterl als PDF, DIN A4, 260 kB]

Vergynstigungen: Rabatte und dergl werden versuchterweise angefragt, aber nicht
versprochen - Sammelbestellungen sind erwynscht. Eher jedoch erschließt sich der wirtschaftliche Mehrwert durch die Weitergabe interessanter Quellen sowie durch achtsame und nachhaltige Nutzung vorhandener Resourcen und Werte, als durch Feilscherei. Lieber gut gebastelt als schlecht gekauft!

Hylfe: Der Alteisentreiber hilft Bedyrftigen bei Bedarf mit Werkzeug, Sachkenntnis, Kaffee, Streckentipps, Betriebsmitteln und einem Schlafplatzerl aus*).
Edel sei der Alteisentreiber, hylfreich und gut.

*) Der Barde: Auch wenn nicht jeder Alteisentreiber ein Lumpensammler ist, so ist dennoch jeder Lumpensammler einer, der Altes ehrt und achtet, der unter Einsatz seiner Lebenskraft aus altem scheinbar Unbrauchbarem etwas neues, nützliches zu schaffen sucht. Weiters gibt es für Lumpensammler kaum etwas Erquycklicheres als Kraft- und Antriebslose, sowie auf der Strecke Liegengebliebene aufzumuntern und für ihr weiteres selbstständiges Fortkommen behilflich zu seyn.


Treffen, Ausfahrten und dergl




Was macht die Maus ... ?

Der Alteisentreiber beteiligt sich nach Möglichkeit an IG-Ausfahrten, und/oder richtet selbst welche aus.

Der Alteisentreiber ist dem Leben im Felde nicht abgeneigt, und kann ein Lagerfeuer mit einem einzigen Feuerzeug entfachen (und etwas Bremsenreiniger).

Die Ybernachtungen finden yblicherweise unter freiem Himmel oder im Zelt statt.

Tauerntreffen, Sölkpasstreffen und diverse Ausfahrten werden hinkünftig als Veranstaltung der AIA geführt. Alle Veranstaltungen sind auch Nicht-IGlern gegenüber offen.


Paraphernalien, Rituale

Identitätsstiftende Paraphernalien* sollen hinkünftig Mitgliedern zur Verfygung stehen.

Morgenkaffee soll auf Benzinkochern oder Lagerfeuern zubereitet und mit Milchschaumhaube aus rußigen Gefäßen getrunken werden.
Der Urgrund dieses Gebotes darf niemals hinterfragt werden.

---
*) Der Begriff "Paraphernalien" bezeichnet hier Artefakte, die wie in der Kirchenkunst ein ansonsten nicht zu identifizierendes Individuum eindeutig identifizierbar machen: den mittelalterlichen Heiligen erkennt man nach dem Grundsatz pictura est literatura laicorum an Gegenständen, mit denen er abgebildet ist.
Den Angehörigen einer Subkultur erkennt man entsprechend an Gegenständen, die er deutlich sichtbar mit sich fyhrt. Zwar liegt hier einerseits (mythische) Individualität, andererseits Gruppenzugehörigkeit vor.
Im Klartext: Leiberl, Aufnäher, Pickerl, Karterl, Häferl, Zangerl und so.


Kommunykation

Das Internetz dient als Plattform für den Austausch. Der Zugang soll jedoch so beschaffen sein, dass auch Benutzer von Modems nicht unnötig blechen müssen.

Aktivitäten werden auf der AIA-Seite angekündigt; darauf verwiesen und diskutiert wird im AIA-Internetzforum (als Unterabteylung vom motorang-Forum).
Bei Interesse / Bedarf mögen sich lokale AIA-Gryppchen zu Stammtischen oder Garagentreffen zusammenfinden.


Ansuchung

Lieber Zukynftiger, der Du den Kriterien fyr die Mitgliedschaft genygst, und der Du Dich unserem Kreise und obigen Statuten zugehörig fyhlst, welche Du fyrderhin (oft bis meistens) in mönchischer Hingabe leben möchtest: es ist dann nicht schwör, einer der Unseren zu werden!

Besuche zunächst unseren beryhmten Selbstbeurteilungs-Fragebogen
(so Du nicht schon hast).

Sodann fertige ein elektronisches Brieflein, wo Du in Kyrze Deine ganz speziellen Eigenheiten und Fahrzeuge, oder Deinen Werdegang, in veröffentlichungsgeeigneter Form beschreibest. Füge einzwei Fotos hinzu, oder Verweise auf deren Netzablage, oder gar auf eine thematisch passende Heimadresse ("Homepage"), und schicke es mir.

Bitte bedenke, dass Dein Text oder Teile daraus im Forum oder in der Mitgliederlyste zitiert werden können

Siehe die [Mitgliederlyste] für entsprechende Denkanstöße.

Du wirst von uns hören.

Schöne Gryße,
Andreas, der motorang


Lyteratur


Klick me ... © Tex Rubinowitz

Weytere Vorschläge werden gerne entgegengenommen.

 


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