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Das BUCHELI-Projekt - SR 500 FAQ

    Ergänzung zu Kapitel 5.4 Das Vorderrad mit Scheibenbremse
Umbau auf andere Scheibe oder Doppelscheibenanlage


Worum geht´s ?

 

 


Manche sind mit der Bremsleistung der Originalanlage nicht zufrieden. Kein Wunder, denn die alten Gummischläuche werden weich, und speziell an den 2J4-Modellen wurde eine dermaßen große Bremspumpe (Hauptbremszylinder) montiert, dass man recht wenig Handkraft zur Bremse bekommt. Blockieren ist damit immerhin fast unmöglich ...

Da gleich hellboys Tipp (und das stimmt, habs probiert):
Meine Empfehlung wäre erstmal eine Stahlflexleitung. Da sich die ummantelte Leitung weniger ausdehnen kann, als die ollen Gummischläuche, geht weniger Druck auf dem Weg zum Bremszylinder verloren, und die Bremse hat plötzlich richtig Biss. Hat natürlich auch seinen Preis. Andererseits müßte man die Gummileitungen - zumindestens nach Handbuch - in regelmäßigen Intervallen (2-3 Jahre ??) wechseln. Weil das keiner macht sind die Dinger dann auch alle schön porös und die Bremse schwammig. Mit Stahlflex braucht man sich darüber keine Sorgen mehr zu machen.

Andere suchen nach preisgünstigen Alternativen zur Originalscheibe.

Zu aller Anfang hier ein Wort vom fpg, dem ich mich nur anschließen kann:

das zerlegen eines bremssattels und das korrekte wieder zusammenbauen setzt ein wenig erfahrung voraus ! wenn da jemand mit plan in deiner nähe ist, lad ihn besser vorher mal ein.... bremsen sind ein heikles thema !!!

wenn du dir nicht 100% sicher bist, lass besser erstmal die finger davon.... versuch zu verstehen wie die bremse funktioniert und überlege ob es eine echte fehlfunktion sein könnte die dich unzufrieden macht... evt sind die belege alt und ausgehärtet...

Und ein hübscher Link zum Thema "Bremsscheiben":
http://www.brakediscs.de


Originalsachen

 

 


Die frühen Baujahre haben volle Scheiben, ab 1984 geschlitzte. Aufnahmen blieben gleich, die Teile sind also austauschbar. Gelochte Dinger sind Zubehör/Tuningteile (EGU, EBC oder anderes Motorrad, oder selber gtebaut)

Die Gabel der SR besitzt am rechten Holm Aufnahmen für einen Bremssattel, weil die gleiche Gabel auch in die XS650 mit Doppelscheibenanlage verbaut wurde.

Maßnahmen zur Verbesserung der Bremswirkung an der Originalanlage:

  • Umrüstung auf Stahlflexleitung, was sich deutlich durch einen knackigen Druckpunkt bemerkbar macht und die Kraft verlustfreier durchreicht.
  • Bei 2J4 (5/8 Zoll bremspumpe): Originalbremspumpe der 48T-Modelle oder eine andere mit 1/2 Zoll Kolbendurchmesser verwenden - größerer Hebelweg und mehr Kraft auf der Bremse. Es gibt im Yamaha-Ersatzteilprogramm eine günstige Bremspumpe 1/2" mit passendem Spiegelgewinde, die unter anderem auch bei Rollern verbaut wird. (Yamaha Art.-Nr. 5CG-2583T-10), verbaut unter anderem bei der TZR 80 RR.
  • Bremsscheibe reinigen (Bremsenreiniger, Scotchbrite Scheuerschwamm, Perfektionisten lassen die ausgebaute Scheibe kugelstrahlen).
  • Neue gscheite Beläge - man sagt die originalen Beläge von Yamaha seien gut. "AP-Racing" von Grobmotorik seien das auch aber billiger.
  • Hin und wieder sollte man auch die Bremsflüssigkeit wechseln ... so alle 2-4 Jahre.


Passendes von anderen Moppeds

 

 


Scheibentipps vom FPG:

  • xs400 (altes modell) passt auch... (die vom anderen Modell ist mit mit 267mm ZU KLEIN, siehe Kommentar von luekk)
  • xs 650 gab es mit zwei grössen, sr hat 290mm * 5 mm (ca.)
  • xv535 alte serie
  • xj750 seca... und da nur die europäischen
  • xs1100 passt auch, siehe unten.

Sätteltipps vom FPG:

  • xs360/400
  • xs650
  • tr1

FZR (600) passt nicht direkt. FPG:
...die vierkolbensättel von fzr-modellen passen nur mit adaptern und 320 bremsscheibe(n). die sättel bauen zu weit nach innen und haben keinen platz... die berühren die speichen..... ausserdem passen sie nicht an die halteösen der gabel...

Hauptbremszylinder = Handpumpe: es sollten eigentlich gebrauchte richtig verstellbare Yamaha-Handbremspumpen der Grösse 5/8" zu finden sein

Tipp von kannmannochbrauchen:
Die Sättel der XS 750 passen Optimal.Zumal die Kolben gleich sind mit Original 2J4.Du mußt nur die Originale SR Bremsscheibe montieren und die Bremspumpe der 750er.

Übrigens: Die Schrauben an den Bremsscheiben sind Normscraube M8, also kein Feingewinde.

    

    

 Umbau auf andere Scheiben/Sättel

Warum? von gschpannfohrer:
was ich damit bezwecken will? Was alle wollen:
optimalen Bremspunkt ;
Reserven - bevors zu spät ist;
lieber mit nem Stoppi vorm Auto abspringen, wie mit Soft-Touch voll rein

  SRatte: An meiner Ratte fahre ich im Sommer mit einer 48T 18" Speichenfelge in Verbindung mit FZR600 Bremsscheiben und Standard Bremssätteln.

Da diese Bremsscheiben nicht so nach aussen gekröpft sind wie die originalen muss zwischen Radnabe und Bremsscheibe ein Distanzring eingebaut werden.

Dieser Ring hat bei mir folgende Maße:
- Aussendurchmesser 100 mm, hier kommt es auf +/- 1 mm nicht so an, ist eher ne optische Frage.
- Innendurchmesser 64 mm
- Lochkreis 80 mm, 6 Löcher mit je 8,5 mm Durchmesser (8,1 mm reichen auch wenn man genau bohrt
- Stärke 8 mm, diese kann etwas varieren, bei mir passen 8 mm optimal
- Material bei mir: Alu aus der Schrottkiste im Geschäft.
- Befestigungsschrauben M8 (Länge 30 mm) normale 8.8er Qualität

    


 

Da man ja immer was basteln muss und viele Erfahrungen erst selbst machen muss, gehts mit Sätteln weiter.

Irgendwer hat mir im anderen Forum mal eine Zeichnung für einen Bremszangenadapter zukommen lassen.

Nach Kontrolle der Maße ging ich nun daran eine VA-Schablone zu richten.
Der nur einmal vorhandene Alublock sollte nicht gleich auf der Fräse zerspannt werden...und nachher evtl. nicht passen.

Auf dem Bild links kann man die Zeichnung und eine Zwischenstufe der VA-Schablone sehen.

Der Befestigungsabstand der meisten Bremssättel von den großen Yamahas (FZR, XJR, TRX etc.) beträgt 100 mm.

Der Abstand bei der SR-Gabel beträgt aber 112 mm.

Die Stärke des Adapters ist vorallem vom Abstand Bremsscheibe / Gabel abhängig. Dieses Maß will ich mit Unterlegscheiben und provisorischer Montage ermitteln. Ergebnis: die ausgeschauten XJR1200-Sättel passen nicht auf diese Kombination. Sie kollidieren mit den Speichen. Um den Bremssattel von den Speichen wegzubekommen müssten mind. 4 mm breitere Adapterringe für die Bremsscheibe her. Diese würden dann aber nicht mehr auf der 64 mm Radnabe sitzen und hätten somit ein Zentrier bzw. Führungsproblem.
Ausserdem würde die Bremsscheibe dann vermutlich mit dem Gabeltauchrohr kollidieren.

    




 

Also Änderung der Taktik, es geht weiter mit einer 19" Gußfelge (mehr Platz).
Zuerst mal ein Bildchen mit dem 8mm-Adapter.

Der Adapter wiegt übrigens 90 Gramm, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt

An der Gußfelge ist der 64mm Bund übrigens nicht so weit ausgeprägt wie bei der Speichennabe. Bei den Gussfelgen fehlt ca. 1mm ! (mit 8mm Scheibenadapter) dann kann das Rad frei am Bremssattel vorbeidrehen.
Dieser mm lässt sich mit Sicherheit rausschinden....
Also wird meinerseits für die 320er 4Kolbenbremse die Variante mit dem 19" Gußrad vorerst weiterverfolgt.
Ich habe die Bremsscheibe (hat übrigens 5 mm Stärke) mit insgesamt 9,5 mm auf Distanz zur Radnabe gesetzt.
Wenn man noch weiter nach aussen will taucht noch ein kleineres Problem mit dem Tachoantrieb auf

Das Bild zeigt den Sattel komplett montiert mit Adapterschablone.

Das Rad dreht frei ! Gut ein mm Luft zwischen Bremssattel und Speichen.

Zwischen den Floatern der Bremsscheibe und dem Tauchrohr sind noch ca. 4 mm Platz.
Also kann man diese Scheibe max. 13 mm auf Distanz setzen.

    
    
   Silikon&Tape: Ich habe schonmal irgendwo beschrieben, daß ich einen ähnlichen Scheibenumbau mit Aprilia-Scheiben realisiert habe.
Die Scheiben der RS250 haben 300mm Aussendurchmesser, der Lochkreis paßt, nur die innere Aussparung ist etwas kleiner. Hier hilft die Drehmaschine, knapp 2mm müssen runter, dann fällt die Scheibe sauberdrüber ohne daß man sich Sorgen wg, evtl. Verspannung machen muß.
Die Apriliascheiben sind ebenfalls weniger stark gekröpft als die SR-Originale, allerdings reichen hier Distenzen von 4mm je Scheibe aus.
    
 Tipp vom gschpannfohrer zu den Distanzen:
Die Alu Scheibchen, gabs mal bei www.Spiegler.de , in mm-Abstufung, für Yamaha und Ducati! Da müßt ihr aber die "Technik" löchern, sonst weiß da keiner, was Ihr wollt...
Sicher liefern kann die Lothar Westphal von www.xs-cycle.de auch für "kleines"! und auf Maß!
Das mit Alu ist schon in Ordnung, muß eben "nur" hochfest sein...!
    
    
    

    


Umbau auf Doppelscheibe


von Marc aus dem SR-Forum:

Doppelscheibenbremse (DSB)

Wichtige Anmerkung: Arbeiten an der Bremsanlage sollte nur durchgeführt werden wenn man über die nötige Sachkenntnis verfügt, Fehler können, für einen selber und andere, lebensgefährliche Folgen haben, daher kann keine Haftung für die hier aufgeführte Erklärung übernommen werden!
Eine DSB ist bei der SR kein Problem, die nötigen Aufnahmen befinden sich bereits an der Gabel (Anm. motorang: gleiche Gabel wie bei XS 650), der Rest ist im Yamaha Teileregal zu finden. Der Hauptbremszylinder (Handpumpe) sollte für eine einwandfreie Funktion 5/8 Zoll (15,875mm) Kolbendurchmesser haben, die Größe steht meist außen am Gehäuse (Ein 16mm Zylinder sollte es ebenfalls tun.). Der originale Zylinder der SR ist nicht geeignet. (Angaben entstammen dem KEDO Katalog) Man sollte sich bei dieser Gelegenheit am besten gleich nach einer modernen Armatur umsehen, diese bieten meist eine bessere Dosierbarkeit und einen verstellbaren Handhebel. Falls die Armatur keinen eigenen Bremslichtschalter hat, gibt es welche, die anstelle der Hohlschraube eingebaut werden können. Der einfachste Weg ist es dann, oben eine doppelte Hohlschraube zu verwenden und je eine Leitung zum entsprechenden Bremszylinder zu führen. Bei dieser Gelgenheit am besten gleich auf stahlummantelte (Stahlfelx) Leitungen umrüsten, diese bieten einen besseren Druckpunkt und eine unbegrenzte Lebenserwartung, die Gummileitungen müssen regelmäßig getauscht werden. Man kann auch eine dreiteilige Anlage verbauen, dann kann man den originalen Verteilerblock der SR verwenden indem man in eines der Gewinde eine Doppelschraube eindreht. Bei den Bremssätteln wird links der originale SR Sattel verwendet, rechts passen viele Yamaha Sättel der späten 70er Jahre, mir fallen gerade XS650 und XS750 ein, am besten mit dem eigenen linken zum Gebrauchtteilehandel und das passende Gegenstück suchen. Einen genau passenden wird man nicht finden, da alle Doppelscheiben Yamahas dickere Bremsscheiben als die SR haben, daher ist der Schlitz im Sattel etwas breiter, das stört aber nicht die Funktion. Was die Scheibe anbelangt, bei der 2J4 passt eine zweite 2J4 Scheibe, bei der 48T kann man auf die ungeschlitzten Scheiben der 2J4 umrüsten oder (gerüchteweise) passt die rechte Scheibe der frühen XV535 Viragos zur linken 48T Scheibe. Auch bleibt die (teure) Möglichkeit komplett auf Spiegler oder EBC Scheiben umzurüsten. Die Verwendung einer originalen 48T Scheibe (die mit den Schlitzen) auf der rechten Seite ist nicht möglich! Was den TÜV anbelangt, am besten vorher fragen! Meist sind die Prüfen der Sache gegenüber aufgeschlossen da die Sicherheit klar verbessert wird, meist geben sie sich mit einer Probefahrt mit Bremsversuch zufrieden, die ganze Sache muss aber ordentlich gemacht sein, die Schläuche dürfen nirgends scheuern und man sollte genau erklären können woher welche Teile stammen. Dann steht einer Eintragung in die Papiere nicht im Wege.

Folgenden Text und das Bild links fand ich auf
http://www.ps-solutions.de/single-club/bikes_5.html

Der Umbau von der originalen Einscheibenbremse zur Doppelscheibe ist denkbar einfach. Die passenden Original-Teile gibt es auf dem Gebrauchtteile- Markt.

Was braucht man ?

2 Scheiben SR500 (*massiv, geschlitzt*** oder gelocht)
1 Bremssattel inkl. Aufnahme SR500 (linke Seite)
1 Bremssattel inkl. Aufnahme XS650/XS1100 (**rechte Seite)
2 Stahlflexleitungen
1 Doppelhohlschraube
1 Bremsleitungs-Klemme
12 Schrauben, Aufnahme Bremsscheibe
6 Sicherungsbleche


Rechter Gabelholm und Nabe sind bei der SR500 bereits für die Aufnahme einer zweiten Bremsscheibe/ Bremssattel vorbereitet. An der Nabe einfach die schwarze Plastikabdeckung am Kranz entfernen und die neue Scheibe montieren. Entweder originale Schrauben mit Sicherungsblechen oder gleich Inbus-Schrauben (M8x20mm) mit Schraubensicherung oder Sicherungsdraht benutzen.

* Zur Bremsscheibe: oft wird davon gesprochen, daß gelochte oder geschlitzte Scheiben nicht vom TÜV eingetragen werden. Der TÜV-Norderstedt trägt alle drei Scheiben ein, der Umbau muß lediglich ordentlich gemacht sein und die Scheiben, falls gelocht, mit einem TÜV-Gutachten (z.B. Fa. Hänsle) versehen sein.

Ein Gutachten über die Doppelscheibe war nicht notwendig, eine Briefkopie hilft, aber meistens wird eine Einzelfahrt (ca. DM 80.-) angesetzt. Einfacher ist da ein TÜV-Ingenieur, dem eine Briefkopie zum Eintrag langt.

** Am rechten Gabelholm paßt der Bremssattel der XS650 oder XS1100 (alte Modelle). Hier gibt es zwei Versionen, bitte auf den Abstand der beiden Aufnahme- Bohrungen achten und vor dem (Gebraucht-)Kauf ausmessen! Es passen auch die Sättel der XJ 650 Typ 4K0.

*** Hier kann man rechts die geschlitzte Scheibe der Virago nehmen. Die Schlitze müssten halt links und rechts in die gleiche Richtung weisen wenn die Scheiben montiert sind, sonst gibts TÜV-Mecker ...
Ergo: Du darfst nicht zwei rechte (geschlitzte der Virago) oder zwei linke (geschlitzte der SR) verbauen.

Mein Tip ist die Verwendung von zwei Stahlflexleitungen, drei Leitungen benötigen den originalen Adapter unter der Gabelbrücke. Im ersten Fall kann man die Leitungen von SR500'-83 (2J4) und SR500'84- (48T) kombinieren, für die Variante mit drei Leitungen gibt es bereits fertige Kits. Bei zwei Leitungen braut man am Hauptbremszylinder noch eine Doppelhohlschraube, bei dieser Gelegenheit kann man dann auch gleich passende Alu-Hohlschrauben für die Bremssättel kaufen.

Wer an dieser Stelle an gebrauchte Original-Leitungen denkt, der sollte ganz schnell seine Finger von der Bremsanlage nehmen.

Zum Schluß noch hilfreiche Adressen:

TÜV Norderstedt
Tel: 040 - 5290010 (Zentrale)
Tel: 040 - 529001186 (Herr Dobenecker, techn. Leitung)


Fa. Hänsle, 77955 Ettenheim (Bremsscheiben lochen)
Tel: 07822 - 9345

Weitere Tips zur Doppelscheibenanlage aus dem Forum:

FPG:
ein verbindungsstück für zweiteilige bremsleitungen (z.B. original SR) kann per doppelanschlussschraube auch zum verteiler umfunktioniert werden (mehr als eine leitung am lenker muss nicht sein). der verbindungsschlauch zwischen den sätteln ist auch eine elegante lösung, es können sich aber im bogen leicht luftbläschen festsetzen (= schwer zu entlüften).
aalso, ich hab den verteiler rausgeschmissen, zwei lucas-leitungen mit abe auf die sättel, wovon der eine aus der xs400 stammt. natürlich aus dem baujahr der sr..... ach ja, beim teilehändler hat mich der sattel 20 DM gekostet.... die sättel waren bei den meisten yamaha-mopeds dieser epoche verbaut, man sollte mal zum teilehändler dackeln....

Dieselross:
Beim Umbau auf Doppelscheibe sind die Geschlitzten Scheiben nicht verwendbar.
Die Laufrichtung ist bei den alten ungeschlitzten Scheiben wohl egal, aber wenn man ne Doppelscheibenanlage mit "falsch" herum laufender rechter Bremsscheibe montiert, sieht es nicht nur Scheiße aus , es fällt auch bei jedem Tüv oder bei jeder Kontrolle auf, das da was nicht stimmt. Eintragen geht mit den geschlitzten Scheiben auch nicht, weil eine ja dann laufrichtungsverkehrt montiert werden muß.

methusalm:
1. sr mit einer stahlflexbremsleitung ausgerüstet bremst brachial.
2. 2 bremsleitungen oben am behälter trägt dir vermutlich der TÜV nicht ein.
3. bei doppelscheibe verlangt der TÜV die scheiben
der sr 500, 2j4. ohne schlitze. gutachten gibts bei jamaha und die verlangen sogar den umbau des alten behälter`s, solltest du eine 48t haben!!!
4. wenn geld schon knapp dann stahlflexleitung zulegen. du brauchst nämlich den 2.ten bremssattel einer alten xs 650 und der kostet richtig geld!!!

JoeBar:
Es muss die evtl. vorhandene 48T-Scheibe nicht entfernt werden. Man muss nur eine passende rechte geschlitzte Scheibe finden.
Passende geschlitzte rechte Scheiben stammen entweder von der Virago535 der ersten Serie, oder von der XJ 750 Seca. Da gibt's dann auch vom Tüv keinen Mecker...
Wobei die Viragoscheibe schon neuwertig sein sollte, da dieses Ding kleinere Bremsklötze hat. Wenn sie also schon leicht eingefahren ist, muss sich der neue Belag erst anpassen. Die Seca-Scheibe passt auch, wenn sie schon benutzt wurde, da die Beläge einen vergleichbar grossen Teil der Scheibe benutzen...

fpg:
wenn du den zweiten sattel montiert hast, solltest du aber auf jeden fall beide bremssättel mit neuen, möglichst weichen belägen versehen.... leider sind die besten auch die teuersten... orginal yammi.....

BoyRacer:
Ich hab mir 2 Scheiben von der XS 1100 besorgt, für nen Doppelscheibenumbau. Die Dinger sind in der Bucht meist als Paar für weniger Geld zu bekommen als eine einzelne für die SR. Dazu haben sie 7mm originalstärke, das sollte auf der SR ungefähr ewig halten.....
Einziger Haken:
Die Mistfiecher wiegen 3 Kilo! (natürlich jeweils eine)
Deshalb werde ich die Dinger lochen (minus ca. 250 g pro Scheibe) und unterhalb der Reibfläche noch was abdrehen (nochmal so 300g pro Scheibe weniger).
Dann wollte ich mir die Aussparungen noch grösser fräsen lassen. Wieviel das bringt, weiss ich noch nicht, aber sicher nochmal mindestens 300g auf jeder Seite.
Ich hab mir mal den Spass gemacht, auszurechnen, wie stark die Scheibe im Schwächsten Querschnitt belastet ist.
Fazit: Hoffnungslos überdimensioniert...........
Bei einer einzelnen Scheibe würde ich die Scheibe von der 1100er draufmachen, ohne viel dran rumzubasteln. Bei 2 Stück für etwas über 40 Euro ist man dann schon ein paar hunderttausend Kilometer scheibentechnisch versorgt.

luekk:
zum thema doppelscheibenumbau:
ich habe eine ds an meiner sr, gerade frisch vom tüv abgenommen.
folgendes kann ich zum thema ergänzen:
- stahlflex dringend zu empfehlen (ich habe zwei stück, länge 95cm mit
doppelhohlschraube am bremszylinder, von lucas, zusammen ca.80 euronen)
- der originale handbremszylinder von der sr 2j4 passt nach wie vor und
hat auch genügend leistung (anders als von kedo beschrieben). ein
größerer zylinder wird wahrscheinlich auch stärker sein, ist aber nicht
zwingend nötig.
- als rechten bremssattel kann man auch den bremssattel der xs400
(modell 2a2) nehmen, funktioniert bei mir und hat auch den tüv-segen.
- die bremsscheiben der frühen xs400 (modell 2a2) passen NICHT, bzw.
nicht alle (steht bei dir jedenfalls als möglichkeit drin)! ich habe
eine xs400 baujahr 78 und baujahr 80 und es sind wesentlich kleinere
scheiben montiert (das mass kann ich nachliefern).

Develey schickte mir ein Schreiben von Yamaha, das ein Gutachten für einen Doppelscheibenumbau bei der SR ablehnte. Dazu Dev:
Das war die Antwort auf meine Anfrage bei Yamaha Deutschland. Ich habe im
Forum nämlich irgendwo gelesen (ich glaube von Methusalem47), dass ein
Gutachten existieren würde.
Die Yamaha-Frau schrieb auch, dass es die übliche Antwort auf diese Anfrage
sei. Daraus schließe ich, dass sich bereits viele Leute darum bemüht haben.
-
Es handelt sich also NICHT um einen Einzelfall. -
Auch hat Matthias in Forum geschrieben, dass die SR-Gabel zwar auch in der XS650 verbaut worden ist, aber deren Rahmen komplett anders ausgelegt ist.
Der SR-Rahmen sei bei weitem nicht so stabil wie der XS-Rahmen und daher könnten bei einer Vollbremsung einer SR mit Doppelscheibe derart hohe Kräfte auf den Rahmen wirken, dass dieser bricht.
Dies untermauert die Haltung von Yamaha Deutschland, kein entsprechendes Gutachten für die SR angefertigt zu haben.
Technisch kann ich diese Aussagen über die Stabilität des Rahmens nicht
beurteilen. Allerdings ist bekannt, dass sich der SR-Rahmen in schnellen Kurven in sich verwindet. Er wurde zwar bei dem Typ48T, im Vergleich zum Vorgängermodell 2J4 an der Gabelaufnahme verstärkt. Trotzdem könnte die Stabilität für eine DBS-Anlage nicht ausreichend sein.
Ich finde, diese Überlegungen wichtig und deshalb sollten sie auch anderen
am DBS-Umbau interessierten nicht vorenthalten werden.
Vielleicht kannst du es ja für dein Bücheli gebrauchen.
Ich persönlich werde mir wahrscheinlich trotzdem eine DBS-Anlage an die SR
bauen, denn ich denke, wenn es darauf ankommt, kann ich - bis die Gabel
bricht - immer noch mehr Speed abbauen, als mit normaler Einscheibenbremse
und dadurch gegebenenfalls einen schlimmen Crash und dessen
lebensbedrohlichen Folgen vorbeugen (z. B. ein Traktor, der plötzlich auf
die Landstraße einbiegt und einen übersieht - so ist mein ehemaliger
Fahrlehrer nämlich gestorben).

Kannmannochbrauchen:
Ich hab mir jetzt auch mal DoppelD gegönnt und bin voll zufrieden.Spender war die XS 750.Die Bremskolben sind identisch und der Bremshebel auch.Allerdings mit der Originalen 14mm Pumpe und Gummischläuchen ist da nix zu wollen,der Hebel geht locker bis zum Griff.Die 750er Pumpe ist eine 11/16 Zoll also 17,nochwas mm.Da reichen dann sogar die Gummischläuche.

 

Bremspumpe Es darf schon mindestens eine von der 2J4 sein oder größer (14mm oder 5/8"); der von der 48T geht auch, ist aber recht klein.
Gut funktionieren tut die Pumpe von der XS 850. Bremspumpe = Hauptbremszylinder (HBZ).
Noch was Es gibt Hohlschrauben die gleichzeitig Druckschalter fürs Bremslicht sind.
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