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Ergänzung
zu 4.3 Die Lenkkopflagerung
Lenkkopffragen
die nicht im Bucheli stehen |
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Worum geht´s
?
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Kontrolle
des Lenkkopf-Lagerspiels
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Da machen wir zwei
Prüfungen:
a) Mopped aufbocken
und Vorderrad entlasten:
Gabel von ganz links nach ganz rechts bewegen. Die Gabel muss sich völlig
und gleichmäßig bewegen lassen. Es dürfen keine Einrastpastpunkte
auffallen (besonders in der Mitte drauf achten) und die Gabel muss bei
einem leichten Schubs aus der Mittelstellung bis zum Anschlag zum Seitenanschlag
fallen. Das Einzige, was bremst darf der Kabelbaum sein
b) Mopped abbocken
und draufsetzen:
Vorderbremse anziehen und eine Hand ans obere Lenkkopflager (mit den Fingern
die Abdeckschale und Rahmenkopf berühren) halten.
Nun das Mopped kräftig 'anschieben' damit die Gabel eintunkt. Es
darf dann am oberen Lager zwischen der Schale und dem Lenkkopf kein Spiel
fühlbar sein. Dies ist der Punkt, an dem das Spiel als erstes fühl-/bermerkbar
ist.
Lenkkopf anziehen
nach Kriterium, bis kein Spiel mehr fühlbar ist, dann nach a) kontrollieren...


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Einstellen
des Lenkkopf-Lagerspiels
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Auch eine kleine Wissenschaft;
recht gut im Bucheli beschrieben.
Trotzdem hier als Ergänzung Haralds Version:
1) motorrad auf
den hauptständer und vorderrad ausbauen. die gabelklemmungen erst
mal alle fest lassen !!
(das vorderrad auszubauen ist nicht unbedingt notwendig, hilft aber beim
rütteln ungemein. da hat man etwas mehr gefühl ein klackern
zu fühlen.
das schutzblech habe ich aber nie gelöst - kann aber auch nicht schaden.
)
2) zentralschraube
öffnen.
3) hakenmutter
in kleinen winkelschritten öffnen. mit einem stückchen weichen
metall an die hakenmutter angesetzt kann man auch mithilfe eines hammers
die schraube verdrehen.
4) die zentralschraube
wieder r i c h t i g fest ziehen !
> wenn man vor
dem motorrad in hocke geht, kann man prima die gabelstandrohre unten greifen.
> ein helfer
sollte das motorrad hinten etwas in die federn drücken.
5) nach schrittweisen
lösen der hakenmutter und anschließendem wiederfestziehen der
zentralschraube spürt man beim hin - und herdrücken der gabelstandrohre
irgendwann ein " Lagerspiel".
wenn man diesen punkt erreicht hat zieht man die hakenmutter wieder in
sehr kleinen schritten fest.
> und nochmal:
vor jedem prüfen die zentralschraube wieder richtig fest anziehen.
6) wenn man dann
irgendwann kein spiel mehr fühlt zieht man die hakenmutter noch einen
rucker (ca. 3 min, eine umdrehung sind dann 60min) nach.
7) vorderrad wieder
einbauen.
anschließend öffnet man die klemmschrauben der oberen gabelbrücke
und zieht sie dann ganz leicht an so daß die klemmungen spielfrei
sind.
8) mit dem vorderrad
zwischen den beinen drückt man ganz leicht den lenker mehrmals einmal
nach links und dann nach rechts. so entspannt man die obere brücke.
> wenn man es
noch genauer machen will, legt man eine plane platte ( z.b. glas ) auf
die gleitflächen der gabelrohre und drückt am lenker - solange
bis die platte ganz aufliegt und nicht mehr kippelt.
9) dann zieht man
die oberen klemmschrauben wieder richtig fest.
10) dann alles
nochmal kontrollieren
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Umbau auf Kegelrollenlager

Zum Wegschmeißen oder Lager eintreiben: kaputte Schrägkugellager-Schalen
Hier
noch eine gute Anleitung mit vielen Bildern: [eins]
[zwo]
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Unbestritten eine der häufigsten Verbesserungen, wenns die alten
Kugellager nicht mehr machen. Der übliche Tod ist die Zerstörung
der Lagerschale durch die Kugeln: an den meistbeanspruchten Stellen bilden
sich kleine Grübchen in der Lagerschale, so dass beim unbelasteten
Lenken und strammer Einstellung ein deutliches Einrasten zu spüren
ist. Achtung: Bei zu großem Spiel und entlastetem Vorderrad fühlt
man die Rastpunkte nicht, weil dieser Schaden an den unteren Lagerschalen
auftritt, und dort ist ja dann keine Last drauf. Also Spiel mal schön
knapp (eher zu fest) einstellen und dann nochmal probieren. Muss schwer
gehen aber gleichmäßig, dann sind die Schalen nicht eingelaufen.
Außerdem kommt
bei harten Bremsungen gelegentlich ein Knacken aus dem LKL begleitet von
einem Ruck, der am Lenker spürbar ist. Der
Knack beim Bremsen ist entweder Verschleiß, ein zu locker eingestelltes
Lager, oder eine Passungenauigkeit zwischen Lenkkopfdorn und oberem inneren
Lagerring, kann also auch bei einem nagelneuen Lager passieren. Abhilfe
siehe unten.
Sehr beschleunigt
wird das durch falsches LKL-Spiel (zu fest oder zu locker) und fehlende
Schmierung. Da die Lagerung nur punktweise aufliegt, kommt es dann genau
dort zu Materialschäden. Kerola haben hingegen lineare Kontaktflächen
und um ein Vielfaches geringeren Verschleiß, wenn sie auch schwieriger
zu montieren und einzustellen sind. Kosten etwa gleich viel wie die originalen
Yamaha-Kugellager (30-40 Euro).
Übrigens reagieren
Lager auch empfindlich auf das Fehlen einer zusätzlichen Masseverbindung
zwischen Gabel und Rahmen. Der Masseschluss kommt dann über die Lager
zustande. Mitunter gibt es da klitzekleine Lichtbögen, wie beim Schweißen,
die dann auch zur Zerstörung der Lager beitragen.
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Klick vergrößert: Die Operation ist bei XT und SR sehr
ähnlich.
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Also, es ist
einfach: alte Lager raus, neue Lager rein.Genaue Anleitung siehe Bucheli.
Hier nur ein paar zusätzliche Tipps aus dem Forum und von mir:
- Zuallererst: Material
besorgen. Gibt es im einschlägigen Motorrad-Zubehörhandel
wie Kedo, Louis, ... aber nicht im Maschinenbedarf. Es sind also keine
Normteile.
- Mopped auf Hauptständer,
Montageständer, Bierkiste oder sonstwie fixieren so dass der Vorderbau
freikommt. Wenn Tank und Gabel heraussen sind, steht die SR recht stabil
auf dem Hauptständer.
- Lampenhalter und
Lenker komplett wegbauen (8 Schrauben und an den Leitungen und Zügen
nach vorne vor das Rad auf einen Stuhl legen. Bremssattel , Vorderrad
und Schutzblech von der Gabel wegbauen, dann können Gabelholme
aus der Brücke und Brücke aus der Lenkkopflagerung
usw
Es ergibt sich
aber eh beim arbeiten von selber, du siehst dann schon was wegmuss,
keine Bange.
Jedenfalls schadet es nicht, die Stecker mal aufzumachen und mit Kontaktspray
etwas zu pflegen.
Die einzige Krise
kann es sein, die alten Lagersitze runterzubekommen. Da muss man möglicherweise
zu harten Bandagen greifen (auftrennen per Flex war bei uns damals
das Mittel der Wahl). Die Demontage von Elektrik und Instrumenten
ist im Vergleich dazu einfach.
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Ausnützen des Temperaturunterschiedes
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Heiße
Sachen sind größer als kalte. Also wenn man beispielsweise
eine Welle in ein Lager stecken will und das schwer geht, dann geht es
umso leichter je wärmer das Lager und je kälter im Vergleich
dazu die Welle ist, wegen der unterschiedlichen Wärmeausdehnung.
Je nach Bauteil können
wir verschiedene Taktiken anwenden, um das zu erreichen:
- Erhitzen auf Kochplatte
(bequem z.B. bei Radlagersitzen in Bremstrommeln) oder notfalls altem
Bügeleisen
- Erhitzen in Öl,
Tipp von Soulman: Da das Lager unterseitig nur eine schmale Auflagefläche
hatte, wurde es auf der Herdplatte nicht richtig heiß.
Jetzt hab ich gewartet, bis meine Frau aus dem Haus ist, dann etwas
Motoröl in den Kochtopf gekippt, Lager rein und Vollgas! Das wurde
so heiß, dass ich es mit Handschuhen nicht anfassen konnte. Kochlöffel
- auf den Dorn - und schwups saß es an seinem Platz!
- Erhitzen mit weicher
Flamme (also nicht Schweißbrenner, sondern Lötlampe)
- Erhitzen mit Heißluftgebläse
oder notfalls Föhn
- Erhitzen im Backrohr
- Erhitzen durch
Auflegen eines sehr heißen Hilfsmittels, z.B. alte Lagerschale
- Erwärmen durch
Einstecken in die Hosentasche oder Einlegen in heißes Wasser
- Abkühlen durch
Kältespray (Elektronikbedarf, Medizinbedarf), notfalls Bremsenreiniger-Spray
- Abkühlen in
Kühlschrank/Gefrierfach (für Lager oder andere Kleinteile
wie Kolbenbolzen)
Es kommt eigentlich
nur auf den TemperaturUNTERSCHIED an.
Wir haben beim Lenkkopflager
zwei Fälle: Die Schalen im Rahmenrohr (die sollen möglichst
kleiner werden damit sie leicht reinflutschen), und die Schalen auf dem
Gabelrohr (die sollen möglichst weit werden damit sie besser drüberpassen)
Also: die Lagerschalen
(diejenigen, welche ins Rahmenrohr kommen) vorher ein paar Stunden ins
Tiefkühlfach legen , und das Rahmenrohr irgendwie erwärmen.
Die Lagerschalen die
aufs Gabelrohr sollen: erwärmen, möglichst auf etwa 100 Grad
Celsius ("spuckheiß"), z. B. mit Gasflamme, Herdplatte,
Backofen, Föhn ...
Wenn das Gabelrohr gekühlt ist gehts leichter, muss aber nicht sein.
Dann die heiße
innere Lagerschale auf das kühle Rohr aufschieben, wahrscheinlich
fällt es von alleine auf den Sitz. Gegebenenfalls etwas nachklopfen,
entweder mit einem Dorn schön rundherum oder mit einem Rohr zentrisch
drauf.
Detto die gekühlte
äußere Lagerschale in den vorgewärmten Sitz im Rahmenrohr
setzen, Vorgehensweise wie oben.
Statt Klopfen kann
man die LKL auch einziehen, wenn man sich aus einer Gewindestange, ein
paar Muttern und passenden Beilagen das entsprechende Werkzeug bastelt.
Jedenfalls VORHER
passende Beilagen (Rohrstück, Nuss ...) zum Reinklopfen und dicke
Handschuhe zum Lager angreifen bereitlegen.
Beim Einbau sollte
man nicht mit GUTEM Fett geizen.
Es stellt sich beim Einbau die Frage nach der Dichtring-Einbaulage. Das
untere Lager auf der Gabelbrücke schaut so aus:
- Käfig mit Rollen
auf Lagerkonus
- Distanzscheibe
- Dichtring um Distanzscheibe rum
Der Dichtring hat
ein V-förmiges Profil. Man kann ihn also mit der offenen (breiteren)
Seite nach unten einbauen, oder nach oben.
Richtig ist Öffnung
nach unten, also so (im Querschnitt):
/\ /\
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Problemzone
Lagersitz
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Man kann die Kegelrollenlager auch nur dann wirklich empfehlen, wenn die
Lagersitze schön rund sind. Ansonsten sollte man die Aussenringe
etwas kleiner, oder die Lagersitze grösser machen, und die Aussenringe
dann mit Loctite 638 einkleben. Der Grund ist, dass die Lagersitze für
die dickwandigen Kugellager gedacht, und daher nicht besonders rund sind.
Der dünnwandige Lageraussenring passt sich dieser ovalen Form gerne
an, und das Lager verzieht sich und sorgt für seltsames Fahrverhalten.
Kann man auch nachlesen
auf der Seite http://www.emilschwarz.de, und dort sowohl die beste Version
von Kegelrollenlagern kaufen. Man kann ihn nur empfehlen, er weiss wovon
er redet.
Das Aufweiten des
Lagersitzes kann man mit dem Geradschleifer machen, ist nicht wirklich
lustig und man muss den Rahmen dazu auf den Kopf stellen können.
Vielleicht gibt es
auch noch andere Methoden? Sinnvoller ist es, den Ring in der Drehbank
und einer Schleifmaschine oder HM-Drehstahl kleiner zu machen, es braucht
ja nicht viel. Man könnte auch eine kugelgelagerte Halterung bauen
und den somit LEICHT drehbar gelagerten Aussenring vorsichtig an die (sauber
abgerichtete!) Schleifscheibe eines ordinären Schleifbocks halten.
Auf diese Weise kann man ein Kugellager ein paar zehntel kleiner schleifen
...
Andererseits kauft
man sich die Emil-Schwarz-Lager ja nur einmal im Mopedleben, und sie beseitigen
auch gleich den zweiten Mangel: das Spiel des Lenkkopfrohres im oberen
Innenring.
Fazit: Wenn ich keine
handwerklichen Möglichkeiten hätte, kaufte ich ohne zu zögern
bei Emil, auch wenn das ein Vielfaches der Kegelrollen/Originallager kostet.
Eingeklebte Lager
demontieren: Üblicherweise reicht erwärmen über 150°C
und rausdreschen. Bei der unteren Lagerschale helfen zwei dicke (gegenüberliegende)
Schweisspunkte, dort kann man dann einen langen Stahl ansetzen.
Am 13. 04. 2003 von
Sven geschrieben:
Emil Schwarz Kegelrollenlager
Warum die teuren Emil Schwarz (ES) Lager?
Also es ist folgendermaßen: Die Lagersitze für die Außenringe
im Lenkkopf sind nicht wirklich zylindrisch. Gut, nichts in der Realität
ist wirklich zylindrisch, aber in diesem Fall fehlt es sich dann doch
schon etwas weiter. Das kommt i.A. daher, daß der Lenkkopf fertig
bearbeitet mit dem Rahmen verschweißt wird und sich beim Abkühlen
verzieht. Das ist übrigens kein SR typisches Problem, haben andere
Motorräder auch.
Speziell bei der SR und der XT haben die Kegelrollenlager sehr dünnwandige
Außenringe, die im Sitz unrund gedrückt werden. Bei den serienmäßig
verwendeten Schrägkugellagern sind die Außenringe sehr viel
widerstandsfähiger gegen unrund gedrückt werden, weil ihre Bohrung
deutlich kleiner ist, sie also "dickwandiger" sind. Ein weiteres
Problem ist, daß die Innenringe oben und unten nur auf etwa der
Hälfte ihrer Breite(Höhe?) im eigentlichen Lagersitz stecken,
oben, weil der Sitz eine sehr große Fase hat, unten, weil er dort
ziemlich tief auf d49 freigedreht ist. Das kann zusätzlich dazu führen,
daß der Kegelwinkel der Laufbahn verändert wird. Man kann das
am Tragbild des Lagers erkennen, in diesem Fall sieht man, daß der
Außenring nur auf halber Breite getragen hat. Naja, die SR/XT ist
halt nicht für die Verwendung von Kegelrollenlagern konstruiert worden.
Und schließlich hat bei vielen Japanern der Lagersitz oben am Lenkdorn
für den Innenring des oberen Lagers zuviel Minus. Man kann dann das
Lagerspiel so genau einstellen wie man will, es bleibt Spiel vorhanden,
zwar nicht im Lager, aber zwischen Lenkdorn und Lagerinnenring.
Die beiden ersten Probleme versucht man zu lösen, indem man Außenringe
mit Untermaß, die mit ein klein wenig Luft in den Sitz passen, einklebt.
Dadurch werden sie nicht verformt.
Das Spiel am oberen Innenring wird bei den ES Lagern durch die sogenannte
Lagertragmutter eliminiert. Grob gesagt ist bei dieser Lösung der
Innenring fest mit der Einstellmutter verbunden. Die ganze Chose hat dann
immer noch solange Spiel (im Gewinde), bis man die obere Gabelbrücke
montiert und die Zentralschraube festgeknallt hat. Dadurch wird ja die
Einstellmutter gekontert, und der daran befestigte Innenring sitzt nun
fest. Er stützt sich jetzt halt nicht mehr am Lagersitz, sondern
am Einstellgewinde ab.
Die Lagerschalen sind aus (durchgehärtetem) Stahl, meist 105Cr6 oder
was ähnlichem. Man kann sie ganz gut mit Hartmetallwerkzeugen bearbeiten,
die ES Teile sind aber wohl runtergeschliffen.
Manchmal sind die
Lagersitze nicht nur oval, sondern sogar überhaupt zu groß.
Dann knackt es beim Bremsen auch mit korrekt eingestelltem Lagerspiel,
weil sich die Lagerschale im Sitz bewegen kann!
Auch hier: dünnes Blech (Fühlerlehre) beilegen, wenn möglich
mit Lagerkleber - dazu muss halt alles raus und entfettet werden.
JoeBar: Ich habe das Blatt längs in den Schraubstock gespannt
und eine kleine Kante auf der Längsseite abgeknickt. Diese Kante
habe ich dann mit 'nem Seitenschneider mehrfach in kurzen Abständen
angezwackt. nun die dicke Seite zwischen Lager und Dorn geschoben. Und
die umgeknickten 'fähnchen' zwischen Lager und Einstellschraube verhindern,
dass sich das Teil irgendwann wegruckelt...
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Ausbau
der alten Lenkkopflager (LKL)
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Die normalen Rillenkugellager haben innen deutlich Überstand und
lassen sich mit einem Dorn reihum geschlagen leicht entfernen . Nicht
nur an einem Punkt prügeln, sonst wird der Sitz versaut.
Kerolas kann man nur schwer entfernen , weil der Hinterschnitt bauartbedingt
fehlt. Solltest Du solche drinhaben, kann man entweder eine passende Nut
dremeln, oder etwas aufschweißen um daran den Sitz herauszuziehen.
Wenn man schweißen
kann, dann legt man eine Raupe innen auf die Lagerfläche; die zieht
beim Auskühlen die Lagerschale zusammen und sie lässt sich leichter
entfernen, sagt man.
Oder wie JoeBar: Ich
schweiße meist schnell eine fette Unterlegscheibe oder ähnliches
in den Lagerring, dann hat man genug Ansatzpunkte um den Ring rauszuschlagen...
Vorsorgemöglichkeiten:
- Lagerschalen mit
Nut kaufen, um die Demontage zu erleichtern (Louis)
- eine solche Nut
vor der Montage einschleifen.
- vor dem Einbau
der Kegelrollenlager zwei Aussparungen in die Planfläche am Grund
der zugehörigen Lagerbohrung zu schleifen, dann kann man den Außenring
später leicht mit einem Dorn austreiben

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Lenkungsdämpfer
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Auf der Solomaschine:
Sven: wenn Deine
SR ansonsten ein Serienfahrwerk hat und Du nicht auf der Rennstrecke unterwegs
bist, braucht's das Ding nicht. Direkt schädlich ist er aber auch
nicht. Eigentlich
sind Lenkungsdämpfer für extrem starke Motorräder gedacht,
die beim Rausbeschleunigen schon mal das Vorderrad vom Boden heben bzw.
keine Last mehr auf dem VR haben. Das wiederaufsetzen des Vorderrads mit
der Reifenflanke (also außerhalb der -mitte) erzeugt einen Drehimpuls
um die Lenkachse, der das Rad in Kurvenrichtung drehen will...
Andererseits hab' ich mir einen Lenkungsdämpfer an die XT gebaut
um das Lenkerschlagen bei Geradeausfahrt (ab ca. 120km/h) zu dämpfen.
Hat sehr gut funktioniert, ohne spürbaren Einfluss auf das Lenkverhalten.
Steamhammer:
ein Lenkungsdämpfer
kann schon sinnvoll, bzw. sogar notwendig sein. Er soll ja das Lenkerschlagen
(z.B. beim Überfahren von Bodenwellen) verhindern. Einige sensible,
moderne Wuthocker kommen ohne Lenkungsdämpfer garnicht mehr aus.
Oft sind die Teilchen einstellbar, da kann es schon etwas kritisch werden,
er soll ja auch noch gewollte, schnelle Lenkbewegungen zulassen. Blockiert
das Teil, oder ist zu schwergängig.......da muß ich nichts
weiter zu sagen.
Mit einem anderen Motorrad, als der SR, habe ich die Erfahrung gemacht,
daß ein gut funktionierender Lenkungsdämpfer für Gelassenheit
im Vorderrad sorgt und schweißtreibende Auskeilerei im Ansatz unterbindet.
Wie gut er ist, weiß man erst dann, wenn man ihn wieder ausbaut.
Auf alle Fälle muß er eingetragen werden.
Grund für Lenkerpendeln
kann auch die Gewichtsverteilung sein: zu hinterradlastige konfiguration,
fastb leerer Tank, loses oder leicht schwingendes Gepäck, ausgeschlagene/lockere
Lagerung von Rädern/Schwinge/Lenkkopf, unpassende Reifen, falscher
Luftdruck, Auffräsungen auf der Fahrbahn ...
Sitzposition weiter
nach vorn verlegen kann helfen.
Am Gespann:
Es tritt öfter
ein Lenkerpendeln an Gespannen auf, vor allem im Schiebebetrieb und bei
niedrigen Geschwindigkeiten. Das ist eher normal weils halt ein asymmetrisches
Fahrzeug ist (muss aber nicht sein) und kann durch Einbau eines Lenkungsdämpfers
behoben werden. Oft hilft es aber schon, die ganze Fuhre etwas steifer
zu machen (zum Beispiel durch einen Gabelstabilisator).
Lenkungsdämpfer
gibt es teuer als Spezialteil neu zu kaufen; dann sind die aber auch einstellbar
und piekfein mit Anbauteilen. Mal fragen bei forum.dreiradler.org
wegen Bezugsquelle. Funktionieren sollten auch alte Dämpfer aus Waschmaschinen
oder VW Käfer/Bus. Anbau mit Kugelköpfen empfehlenswert, von
Lenker auf SW-Anschluss oder Rahmen.
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