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Das BUCHELI-Projekt - SR 500 FAQ

    Ergänzung zu 1.6 Empfohlene Betriebsmittel
Das Thema Motoröl

Worum geht´s ?

 

 

Also, das Thema Motoröl ist ganz ganz heikel. Sehr persönliche Sache, das. Wenn man mal ins Forum auf sr500.de schaut und nach Beiträgen mit "xx" sucht, wird man SEHR fündig.

Ich versuche, das hier aus der Diskussion rauszuhalten und halbwegs gesicherte Angaben zu machen.

Was im Bucheli steht

 

 

Stimmt alles, so weit ich das beurteilen kann. Das solltest du dir mal durchlesen.

  • Was ist Viskosität (SAE-Wert) *
  • Ölqualität
  • Schmiersystem der SR/XT
  • Richtiges Ölwechseln
  • Richtiges Ölmessen

Eigentlich braucht es da kaum Ergänzungen. Gaaanz genau steht hier noch einiges: XX.pdf (diese 250 kB hat Andreas im Netz gefunden: DANKE)

---

*Zur Viskosität

Weils gerne überlesen wird: Die Viskositätsangabe ist bei unseren Moppeds gleichzusetzen mit dem Temperaturbereich.

Je höher die Spreizung umso universeller.

Die vordere Zahl (10W beispielsweise) sagt etwas über die Kaltlaufeigenschaften aus bzw. bei welcher Temperatur das Öl schmierfähig wird.

Die hintere Zahl sagt etwas über das obere Ende des Temperaturbereiches.

Die im Bucheli empfohlenen Ölbereiche sind Stand 1978 oder so, so was Schlechtes bekommt man heute nicht mehr. 10W-30 ist durch 10W-40 ersetzbar, 20W-40 durch 20W-50. Mit Synthetiköl bekommt man extremere Werte hin bzw. eine größere Spreizung.

Ganz grob:

  • Wintergeeignete Öle fangen mit 10W an und sind zumeist teilsynthetisch (oder 5W wenns vollsynthetisch sein darf).
  • Drei-Jahreszeiten-Öl darf 15W sein. 15W-40 ist ein günstiges Standardöl, mineralisch.
  • Reines Sommeröl, oder für den Urlaub oder die Wüste, kann 20W sein (typisch 20w-50). Wenns kühl ist braucht es halt deutlich mehr Warmfahrzeit, dafür hält es obenraus auch mal 130 oder 140 Grad Öltemperatur aus.

  Synthetiksaft oder mineralisch

 

 

Eine SR im Originalzustand, also ohne Tuningmaßnahmen, kommt sicherlich mit mineralischem Öl aus. Bei sehr hoch beanspruchten Motoren kann synthetisches Öl Sinn machen, aber Vorsicht beim Wechsel!

Synthetisches Öl kann alte, mit Mineralölresten (Verharzungen) gebundene Schmutznester lösen und in den Ölkreislauf spülen!

FPG dazu in seiner unnachahmlichen Art:

wenn du synth-öl willst, sorge dafür das alle ( wirklich alle !!!) altablagerungen aus deinem motor entfernt sind.... auch der schleudersumpf in der kurbelwelle..... synth-öl mobilisiert das ganze geraffel.... und das ist nicht fein...... (.... ne totalzerlegung is dafür notwendig...)

Ist also nur nach Supergau und Totalmotorüberholung sinnvoll, sonst riskant.

Und Harald meint dazu:

Grundsätzlich gilt :

Vollsynthetisches Motorenöl ist j e d e m Mineralöl in allen Punkten überlegen. Auch im Preis !
Es sollten folgende Vorraussetzungen gegeben sein:

1. Häufige Ölwechsel - Motor innen sauber.

2. Laufleistung nicht zu hoch ( die Additive im Synthöl waschen Ablagerungen in den Kolbenringen und Ölringen aus )

3. Nur Motorradsynthöl verwenden ! Dann gibts auch kein Kupplungsrutschen. (wenns trotzdem rutscht ist die Kupplung v o r h e r schon am Limit gewesen)


  Spezielles Motorradöl?

 

 

Schadet nicht, ist aber auch nicht notwendig. Spezielle Motorradöle wurden erst lange nach dem SR-Motor entwickelt. Der ist so gebaut dass er auch mit dem Billig-Baumarkt-Mehrbereichsöl gut zurechtkommt, im Normalzustand bei Normalfahrweise.

Ölfilter   Einbaulage:

Im Bucheli steht nur was wie "das Bypassventil schaut nach außen.." - da kann sich nicht jeder was drunetr vorstellen, also:
Der Filter ist auf der einen Seite geschlossen, auf der anderen Seite hat er eine Öffnung, aus der ein kleines "Röhrchen" 2mm oder so rausschaut. Diese offene Seite mit dem "Röhrchen" kommt nach innen zum Motor, die "geschlossene" Seite nach außen zum Deckel.
Der Filter der XT500/XT600-Modelle ist baugleich.

Ölqualität

 

 

Peilator:

Ich fahr das billigste Kaufhausöl in allen Moppeds - nie Probleme. Die Zeitschrift Motorrad hat mal ausführlich getestet, welches Öl welchen Vorteil hat. Die sind damals mit 5-6 nagelneuen Moppeds desselben Typs tausende km im Gänsemarsch abgefahren. Vorher Leistungsmessung, nachher auch, am Ende Öl analysiert (Abrieb etc.),. Ergebnis: Ganz wurscht, welches Öl, macht quasi keinen Unterschied ob Baumarkt oder "Motorrad-Öl-Vollsynthese-Zeug".. Keine signifikanten Unterschiede.

 

Ölpumpe

 

 

Es gibt im Zubehör Ölpumpen mit höherer Leistung. Über die Sinnhaftigkeit ist man sich uneins. fpg meint dazu:

moin,
...auch wenn's nervt... meine ölpumpe ist orginal 25 jahre alt und 235000km gelaufen... dabei hat sie vor allem zu studentenzeiten unregelmässig frischöl gesehen... und wenn, dann aus dem baumarkt.... ach ja... ich habe nie die zusätzliche schraube der späteren baujahre montiert.... und wer mich kennt, weiss, dass ich meinen motor nicht untertourig bewege.... schalten wenn sie nicht mehr weiterdrehen will.... der motor kann's ab... der sr500 motor ist sehr sehr robust !

  Spezifikationen

 

 

Danke an Robert!:
JASO-Klassen
Zitat:
JASO steht für "Japanese Automobile Standard Organisation".
In der Organisation sind alle großen japanischen Zweitaktmotoren-Hersteller
vertreten und beschreiben die zur Zeit schärfsten Anforderungen an
Zweitaktmotorenöle.
Insbesondere Motorensauberkeit, Schmierfähigkeit, Zusetzen des
Auspuffsystems und Reduzierung von Abgasrauch sind die
entscheidenden Beurteilungskriterien. Zitat Ende.
Das jeder beim 4-Takter auf die JASO schaut hat den simplen Grund, das solche Zweitaktspezifikationen naturgemäß meist keine Verschleissschutzadditive enthalten, die zu Kupplungsrutschen führen könnten. Das das mit Syntheseölen die der Jaso entsprechen trotzdem vorkommen kann, liegt meist an der Additivierung nach API, damit das teure Öl eine möglichst hohe API Klasse erfüllt.

Zitat:

Das API - "American Petroleum Institute" spezifiziert die Qualität des Öls.

Die API legt die Klassifizierung aufgrund der Betriebsbedingungen der Motoren, getrennt nach Otto- und Dieselmotoren fest. Damit bestimmen die Motorenhersteller motorenseitig und die Ölgesellschaften schmierstoffseitig die erforderliche bzw. die gebotene Klasse.
Die Bezeichnung API ist auf jedem Motorenölgebinde zu finden.
Der erste Buchstabe ist immer ein S oder C.
- API S - Steht für Ottomotoren (Service-Klassen auch Spark Ignition)
- API C - Steht für Dieselmotoren (Commercial-Klassen auch Compression Igniton)
Der zweite Buchstabe steht für die Klasse (Qualität). Je höher der Buchstabe im Alphabet,
je besser die Qualität. Die derzeit höchsten API Spezifikationen sind SJ / CE
Die Klassen sind wie folgt Definiert:

Ottomotorenöle API-Klassifikation

  • SA - Regular-Motoröle evtl. mit Pourdepressant und/oder Antischaummittel
  • SB - Motoröl für niedrig beanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss
  • SC - Motoröl für mittelbelastete Otto-Motoren wie SB plus Wirkstoffen gegen Verkokung
  • SD - Motoröl für schwere Betriebsbedingungen bei Otto-Motoren (von 1968 bis 1971)
  • SE - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren (von 1971 bis 1972)
  • SF - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren wie SE + verbessertem Veschleissschutz und Schlammtragevermögen
  • SG - Motoröl für höchste Anforderungen wie SF + Schutz gegen (Schwarz-) Schlammbildung
  • SH - Motoröl für höchste Anforderungen (ab 1993) wie SG + zusätzlich Anforderungen HTHS und Verdampfungsverlust
    (HTHS = High Temperatur High Shear / Hochtemperaturviskosität)
    Zitat Ende.

Wenn man sich das durchliest - Ab API SF wird es mit der Ölbadkupplung kritisch, weil hier die Kupplungsrutschen erzeugende Additivierung beginnt. Deshalb gibt es vermutlich spezielle Motorradöle - hier scheint die Additiverung so verändert, das eben dieses Rutschen nicht passiert. Mit reinen Mineralölen sind hohe APIS kaum zu erreichen, deswegen oft der Tipp - nimm Mineralöl, dann rutscht die Kupplung nicht. Ist auch logisch, weil eben hier die entsprechenden Additive fehlen.
Im Prinzip ist das beim Motorrad wurscht ob Auto oder Motorradöl oder Zweitaktöl, es ist alles die selbe Pampe nur mit unterschiedlichen Zusätzen. Für die Hersteller ist das Ganze beim Motorrad eine Gratwanderung - einerseits will man möglichst hohe Schmierwirkung erreichen, andererseits ist zu gute Schmierwirkung bei der Ölbadkupplung kontraproduktiv.

Zwei Schlüsse ziehe ich für mich daraus
(OHNE Anspruch darauf das das richtig ist!):

1.) Es is wurscht ob Auto oder Mopedöl. Wichtig ist nur, dass die Verschleisschutzadditive nicht zu Kupplungsrutschen führen, also entweder modifiziert sind oder die API Klasse unter SF liegt. Für einen Hochleistungsrennmotor kann ein synthetisches API SH Öl Sinn machen, beim SR Motor ist es für mich rausgeschmissenes Geld, der läuft wahrscheinlich am besten mit API SC oder SE (drunter würde ich auch nicht gehen wegen der Ölkohleablagerungen). Und das sind meist genau die Baumarktöle, das mineralische vom Louis usw.

2.) Die JASO interessiert mich nur wenn ich einen 2-Takter fahre, aber jetzt kein spezifisches 2-Taktöl kriege - dann schütt ich halt ein Motoröl dazu wo JASO draufsteht.

  Ölempfehlungen, wo die Kupplung nicht rutscht

 

 

motorang:
Ich hatte mit den preiswertesten Mineralölen der großen Hersteller noch keine Probleme, z.B. ARAL 15W-40 oder Shell Universal Engine Oil 15W-40 oder das günstigste Castrol.

Helferlein:
Hein Gericke 4T-Motorradöl 10W40

Brauni:
Louis (Procycle) 10W40, fahre ich seit Jahren in der SR und im Auto. Gibt es öfter im Angebot.

Wolli:
In meiner SR fahre ich Billig Oel Liqui Moli 15W40 (€9,90 / 5 L)

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